SMBK Titanic Linz - Berichte

 

 

Auinger Wolfgang
Auinger Wolfgang

Zerspanungs–Workshop

Ein Bericht von Auinger Wolfgang.

 

Am 27.12.20014 in der Werkstätte unseres Obmanns Robert.
Was soll man über einen rund herum gelungenen Samstag so alles schreiben? Erstens einmal ein herzliches Dankeschön an den Veranstalter Robert. Er hat ein ganz interessantes Programm zusammengestellt. Dieses hat er auch mit möglichst einfachen Worten uns näher gebracht. Fachausdrücke hat er tunlichst vermieden, wir hätten vieles ja doch nicht verstanden. Ist zwar nicht immer möglich gewesen, doch wir Laien haben ja einen Mund zum Fragen.


Zum Workshop gekommen sind: Roman M., Josef, Herbert, und Wolfgang.


Wir haben pünktlich um 9 Uhr begonnen. Die Werkstätte war schon vorgeheizt und Wolfgang hat das Nachlegen übernommen. Der Holzofen ist den ganzen Tag nicht ausgegangen. Begonnen hat Robert mit etwas Theorie zum Drehen – diese ist wahrscheinlich auch unbedingt erforderlich, sonst könnte man die Zusammenhänge mit der Praxis nicht erkennen. Dazu hat er auch eine leicht verständliche Dokumentationsmappe zusammengestellt welche er uns gleich zu Beginn übergeben hat. Wie sich später gezeigt hat war diese auch ganz nützlich. Der zweite Vorteil ist dass wir auch später wieder einmal darin nachschauen können, wenn was unklar sein sollte.

 

Abstechen an der Drehbank
Abstechen an der Drehbank

Nach der Theorie ist es aber dann auch schon ernst geworden. In der Spänewanne der Drehbank (Vöest Baujahr 1955) lag ein ca. 0,5 m langes Rundeisen. Es ist mir schon am Morgen aufgefallen, es lag beim letzten Besuch in Roberts Werkstätte noch nicht dort. Daraus sollten einige Werkstücke hergestellt werden. Robert hat sich für einen Schneideisenhalter zum Gewindeschneiden entschieden. Jeder, der das wollte, konnte einen mit nach Hause nehmen. Zuerst wurde einmal „geschrubbt“ und dann „geschlichtet“ und „gerändelt“. Dann ging es ans „abstechen“ – das hat nichts Kriminelles an sich.  Allzu viele Details will ich hier nicht wiedergeben. Soll ja nur ein allgemein gehaltener Bericht sein.


Schön langsam bekam ich dann so ein Gefühl in der Bauchgegend welches man im landläufigen Sinn mit Hunger bezeichnet. Dies war aber sicherlich nicht nur bei mir so. Cilli und Elisabeth, haben wie schon gewohnt, wieder ein schmackhaftes und reichhaltiges Mittagessen bereitet. Eingenommen wurde es im weihnachtlichen Ambiente des mit wohliger Wärme ausgestatteten Wintergartens mit Christbaum und Ausblick auf den verschneiten Garten. Nach der Frittatensuppe (hausgemachte Frittaten und echte Rindsuppe) wurde ein vorzügliches Reisfleisch aufgetragen. Als Beilage gab es natürlich ein kaltes Bier und Salat (hab ich da etwa die Reihenfolge verwechselt?). Die Nachspeise waren dann hausgemachte Weihnachtskekse und ein Kaffee. Ein herzliches Dankeschön an die Küche!

Der fertige Schneideisenhalter
Der fertige Schneideisenhalter

Anschließend sind wir alle dann wieder in der Werkstätte verschwunden. Weiter ging es mit den Fertigstellungsarbeiten an unserem „Werkstück“. Die Bohrungen und die Gewinde für die Feststellschrauben der Schneideisen darf dann jeder daheim machen. Da hab ich zum ersten Mal den Teilapparat bei meiner Minidrehbank ausprobieren können. Dies ist mir sogar problemlos gelungen.

Das war aber erst einige Tage später. Nun aber genug der „Dreherei“.


Weiter ging es mit CNC – Fräsen. Da hab ich ja schon früher mithelfen dürfen als Robert die Teile für unser anderes Projekt, die Mooring Tug, aus Platinenmaterial gefräst hat. Ist schon eine interessante Sache auf der selbst gebauten Fräse zu arbeiten. Unklar war natürlich Allen die Umsetzung der Zeichnung in ein Programm welches die Fräse auch „verstehen“ kann. Was  dann noch zu berücksichtigen ist, ob das Frästeil außen oder innen bearbeitet werden soll, ob ein Ausschnitt oder eine Tasche oder ein rundes Loch gefräst werden soll. Wie dick der Fräser ist und wie schnell er sich drehen darf, wie tief er pro Runde eintauchen darf und welche Reihenfolge eingehalten werden muss damit das Frästeil nicht vorzeitig aus der Grundplatte herausgeschnitten wird und dann nicht mehr weiterbearbeitet werden kann, das sind alles eigentlich Dinge die man als „Laie“ gar nicht registriert wenn man eine Fräse so arbeiten sieht. Robert hat all diese Sachen in der schon erwähnten Einfachheit erklärt. Um selber an einer CNC – Fräse arbeiten zu können fehlt es uns Allen an Wissen und technischen Möglichkeiten, doch ist es sicherlich von Vorteil zu wissen was unser Modellbaukollege braucht wenn er uns ein Teil, oder auch mehrere, fräsen sollte. Dass er das gerne macht, wenn es irgendwie möglich ist, hat er uns zugesichert.


So ist auch der Nachmittag wie im Flug vergangen und wir sind mit rauchenden Köpfen nach Hause gefahren. (Besser gesagt die Anderen – Robert und ich haben noch ein Bierchen genossen, oder waren es zwei?)


Es ist schön solch hilfsbereite Kollegen zu haben – das macht aber auch einen funktionierenden Klub aus! Wir hoffen noch weitere Workshops erleben zu können, man hat nie im Leben ausgelernt und es macht Spaß!


Ich glaube, ich kann für alle Klubkollegen sprechen, diese Workshops sind super und sollten auch weiterhin veranstaltet werden.


Wolfgang Auinger

 

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