SMBK Titanic Linz - Berichte

 

 Auinger Wolfgang
Auinger Wolfgang

Der Vereinsausflug 2015 des SMBK Titanik Linz Wels

Wir machten einen Ausflug - Wolfgang schreibt darüber.

Zu den Fotos ...

 

 

 

Wie schon seit dem Vorjahr geplant, immer wieder verschoben, haben wir in einer Vorstandssitzung beschlossen, heuer endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Hallstatt im Winter
Wolfgang erkundete Hallstatt im Winter

Die Erkundung:

 

Wolfgang hat sich im tiefen Winter mit der Eisenbahn auf Besichtigungstour nach Hallstatt begeben.

 Warum eigentlich Hallstatt?


Dafür haben einige Gründe gesprochen. Der Ausflug sollte für jedes Klubmitglied erschwinglich sein. Er sollte auch nur einen einzigen Tag dauern. Da uns Seetaler Karl mit einigen anderen Modellbaubegeisterten unsere Veranstaltung in Au/Donau besucht und mich immer wieder zu sich nach Hause eingeladen hat, ist mir der Gedanke gekommen, ihn mit dem gesamten Klub zu besuchen. Er hat schon öfters Fotos von seinen Modellen mitgebracht. Wenn man diese sieht kann man nur ins Schwärmen kommen. Mir ist es auf jeden Fall so ergangen. So hab ich kurzer Hand bei Karl angerufen und ihn gebeten uns sein Museum zu zeigen. Da ich mich aber um das „Rundherum" auch kümmern musste, bin ich im Februar mit dem Zug nach Hallstatt gefahren. Karl hat mich vom Bahnhof in Obertraun abgeholt und mich zu sich nach Hause gefahren.

Schiffsmodelle von Seetaler Karl
Schiffsmodelle von Seetaler Karl.
Die ausgestellten Schiffe werden in Vitrinen gelagert. Sie werden nicht mehr zu Wasser gebracht, obwohl sie alle mit Antrieb und Fernsteuerung ausgestattet sind. Sie werden auch nicht mehr außer Haus ausgestellt da der Transport zu heikel ist.

Dort hab ich eine wunderbare Führung genossen. In Natura werden die von mir ja schon relativ hoch angesetzten Erwartungen noch weit übertroffen. Alle Schiffe sind im Maßstab 1:100 gebaut. Sie befinden sich in Glasvitrinen. Ein ganzes Zimmer ist damit ausgefüllt. Da aber dort trotzdem zu wenig Platz ist, sind zwei große Modelle auch in der Werkstätte untergebracht. Da ist auch schon wieder das nächste Modell in Arbeit.

Nach der Besichtigung und einer ausführlichen Erklärung der Modelle hat mich Karls Frau zum Mittagessen eingeladen. Szegediner Gulasch - ein Genuss! Während des Mittagessens hat mir Karl seinen Werdegang zum Modellbauer erzählt. Er hat bereits in seiner frühen Jugend ein Modell eines Schiffes auf dem Hallstättersee gebaut. Da er immer mit diesem Schiff zur Arbeit fahren musste hat er die Gelegenheit genutzt und Naturmaße genommen – einen Plan dazu hat es nicht gegeben. Nach dem vorzüglichen Mittagsmahl, mit einem gepflegten Bierchen, durfte ich mir auch dieses Modell anschauen. Es ist im heiligen ehelichen Schlafgemach untergebracht. Ich hab bewusst kein Foto gemacht – das tut man einfach nicht! Auch dieses Modell ist schon wunderschön gebaut (wie könnte es anders sein?). Auch Karls Ehefrau ist künstlerisch begabt. Sie schreibt eine wunderbare Zierschrift mit der Hand. Ich kann mich nicht mehr erinnern wie diese spezielle Technik genannt wird.

Hallstatt im Winter
Wolfgang erkundete Hallstatt im Winter.
Selbst in dieser engen Umgebung wird gebaut. Alle Häuser sind an den Berghang geschmiegt. Zum Aufstellen des Krans wurde der halbe Ort gesperrt. Da sind logistische Meisterleistungen notwendig. Selbst im Winter wird hier eifrig gearbeitet um im Sommer die Touristen nicht zu verärgern.

Da ich auch das Umfeld ergründen wollte sind wir zu Fuß aufgebrochen Hallstatt zu entdecken. Der Ort ist noch im Winterschlaf gelegen.

Die Touristen sind nur vereinzelt anzutreffen gewesen. Karl hat mir aber gesagt dass dies im Sommer ganz anders aussieht. Da wird man von Chinesen und Japanern durch den Ort geschoben. In den Gaststätten ist kein Platz ohne Reservierung zu bekommen. Na ja – dann werden wir nicht im Sommer sondern im Frühling kommen. Anbei ein Foto aus dem tief verschneiten Hallstatt.

Karl hat mich wieder zurück zum Bahnhof gebracht und ich bin voller Eindrücke wieder heimwärts gefahren. Nun ging aber die Arbeit des Vorbereitens los.

Zu aller erst wurden Angebote für einen Reisebus eingeholt. Doch wie viele Mitglieder werden am Ausflug teilnehmen? Das wurde aber schnell beim nächsten Klubabend geklärt. Inzwischen wird dieser auch wieder stärker besucht. Da war es relativ leicht eine Liste zu erstellen. Die Anmeldegebühr von 15,--€ wurde gleich eingehoben. Das Angebot für den Bus wurde vom Vorstand der Fa. Baumfried aus Mitterkirchen zugesprochen. Der Reisebus besitzt eine Hebebühne für Rollstuhlfahrer. Da jedoch immer noch einige Plätze im Bus nicht besetzt waren, es sind immerhin 40, haben wir beschlossen auch Nichtmitglieder mitzunehmen. So waren wir bald auf einer Teilnehmerzahl von 38 Personen. Auch das Schiff zur Seerundfahrt musste gebucht werden. Die Seeschifffahrt für Rundfahrten beginnt erst mit Ende Mai obwohl die Linienschifffahrt zwischen ÖBB Bahnhof und Hallstatt den gesamten Winter aufrecht bleibt. So war ein reger Mailverkehr mit dem Sifffahrtsunternehmen notwendig. Doch auch dies wurde positiv erledigt und so stand dem Glück nichts mehr im Wege.

Der Ausflug:

Am 09.05.2015 war es dann endlich so weit. Wolfgang hat schon in aller Frühe die Jause für die Teilnehmer organisiert. Der Bus war für 6 Uhr nach Perg zu Roberts Haus bestellt, wo auch einige Parkplätze für die Privatautos zur Verfügung standen. Den Bus hat Herr Baumfried persönlich gelenkt. Er ist pünktlich erschienen und so konnten wir auch gleich einsteigen und die Fahrt nach Linz zum Chemieparkplatz antreten. Dort sind wir schon früher eingetroffen als ausgemacht. Es sind dann aber doch alle Fahrgäste pünktlich eingetroffen und es ging weiter nach Sattledt. Dort sind die Welser und die Steyrer zugestiegen. In Regau sind wir dann auch früher als von Wolfgang geplant eingetroffen. Es war relativ kühl und windig. Die Jause, bestehend aus einer Handwurst (Knacker, Meterwurst oder Kabanossi) mit Salzstangerl oder Semmel und einem Getränk wurde eingenommen. So ist auch die Wartezeit auf unseren Christian mit Frau (er ist immer sehr pünktlich – wie die Eisenbahn – er arbeitet ja auch bei dieser) relativ schnell vergangen.
Nun aber ab nach Hallstatt! Dort sind wir pünktlich um 10 Uhr eingetroffen. Karl hat uns schon an der Tankstelle erwartet. Er ist mit den wenigen Modellbauern, welche nicht gut zu Fuß unterwegs sind, gleich zu sich nach Hause gegangen und hat ihnen sein Museum gezeigt. Der Großteil der Truppe hat sich zum Schrägaufzug begeben.

Der Schrägaufzug
Der Schrägaufzug.
Hallstatt von Oben
Blick von Oben auf Hallstatt.

Na ja – wahrscheinlich sind schon etliche Gäste vor uns hinauf befördert worden – wir werden es auch schaffen!
Robert hat die Gruppenkarten gelöst, wir haben gewartet. Dann aber rein ins Vergnügen! Einige Holländer sind auch mit uns hochgefahren. Diese mussten selbstverständlich drängeln. Ellbogentechnik ist anscheinend überall zu Hause!
Auch wir sind zur selben Zeit oben angekommen! Ha – Ha !!!!
Blick von Oben auf Hallstatt.
Blick von Oben auf Hallstatt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser bringt die Fahrgäste in schneller Fahrt auf den Berg. Von der Bergstation zum Eingang in das Salzbergwerk ist noch ein etwas anstrengender, mitunter steil bergan führender Fußweg zu bewältigen. Wir haben es alle geschafft.

Die Familie von Wolfgang im modischen Outfit
Die Familie von Wolfgang im modischen Outfit.
 

Im Eingangsbereich zum Bergwerk darf man zu Allererstes einen Schutzanzug anziehen.
Somit waren wir alle auch wirklich modisch gekleidet. Das Foto zeigt dies eindeutig.

 

Nach einer kurzen Rast im Wartebereich hat uns ein Bergknappe zur Führung begrüßt. Und wieder ging es über steile Treppen weiter zum Stollen.

 

Doch dann wurde es interessant. Im Gänsemarsch sind wir ins Bergwerk marschiert.

Rutsche ins Bergwerk
Rutsche ins Bergwerk.

Dann die erste Rutsche. Eigentlich war ich enttäuscht – so kurz? Trotzdem ging es in Windeseile hinunter in den Berg.

 

Anschließend ist uns erklärt worden wie das Bergwerk im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist. Salz wurde hier schon vor Christi Geburt abgebaut. Ganze Familien mitsamt ihren Kindern haben hier im Berg gearbeitet. Weiter ging es in dunklen Gängen zur nächsten Rutsche. Diese war auch um einiges länger. Sogar die Geschwindigkeit eines jeden wurde gemessen und ein Foto gemacht. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich beim Rutschen gelächelt! Zu guter Letzt hat man uns die älteste Holztreppe der Welt gezeigt, beeindruckend. Darüber kann man aber im Internet genauer nachlesen. Nun ging es mit der Grubenbahn durch einen sehr engen Stollen wieder hinaus ins Freie.

Durch den Fahrtwind ist es auch ziemlich kalt geworden. Das Tageslicht hat dann auch wieder ganz gut getan. Nun zurück zum Eingang und die Kleider abgeben. Dann den zuvor mühsam erstiegenen Weg wieder zurück zum Schrägaufzug und hinunter ins Tal.

Schiffe von Seetaler Karl
Schiffsmodelle von Seetaler Karl.
 
Jedes dieser bis ins letzte Detail nachgebaute Kriegsschiffe ist in jahrelanger Kleinarbeit entstanden.

Wir haben uns dann in kleinere Gruppen aufgeteilt. Einige gingen zum Karl das Museum besichtigen, andere sind in den Ort marschiert und wieder andere in die Pizzeria und haben Mittag gemacht. Zum Museum möchte ich nun nicht mehr viele Worte verlieren – Bilder sagen mehr!

 

Die Rast ist unbedingt notwendig.
Die Rast ist unbedingt notwendig.

Ich bin nach der Besichtigung des Museums mit „meiner Gruppe" Richtung Ortsmitte gegangen. Im Bräugashof sind wir dann eingekehrt um ausgiebig Mittag zu Essen. Da wir schon im Bräugasthof waren haben fast alle ein kühles Bier genossen. Das hat gut getan! Die Mittagspause hat aber leider nicht allzu lang gedauert da die Seerundfahrt angesagt war und das Schiff sicherlich nicht auf uns warten würde. So sind wir auch dann schweren Herzens aufgebrochen und sind zur Anlegestelle gegangen. Da es in den Ort relativ weit ist haben es die Herrschaften mit Gehproblemen schwer gehabt pünktlich zu sein. Ich habe dies bei meiner Besichtigung im Winter leider nicht beachtet. Tut mir Leid! Robert hat mit dem Rollstuhl seines Vaters Taxi gespielt und hat Ernst im Laufschritt zum Schiff gebracht. Er war ganz schön außer Atem.

 

Rundfahrt am Hallstattsee
Rundfahrt am Hallstattsee.

Die Seerundfahrt ist dann auch wieder problemlos verlaufen. Der Wettergott hat noch die Sonne scheinen lassen. Somit konnten wir dann kurz auf dem Sonnendeck Platz nehmen und uns die Seeluft um die Ohren wehen lassen. Dass auch in Hallstatt der Frühling Einzug gehalten hat zeigt der Blütenstaub auf dem Wasser. Die Fotos sagen wieder mehr aus!

 

Wieder im Autobus Platz genommen, dieser hat bei der Anlegestelle schon auf uns gewartet, ging die Reise weiter zur „Pepi Tant". In Rutzenmos angekommen, die Zufahrt mit dem Bus ist relativ eng, war der Ausklang unseres Ausfluges mit einem gemütlichen Abendessen angesagt. Da war aber noch etwas von unserem Bewerb in Au/Donau nachzuholen. Unser jüngstes Mitglied Patrick hat in Au den 2. Platz der Junioren belegt. Da er bei der Siegerehrung nicht mehr anwesend sein konnte, wurde diese jetzt nachgeholt. Patrick haben wir übrigens bei der Modellbaumesse in Wels kennen gelernt. Er hat dort das Kapitänspatent erworben. Sein auf der Messe gekauftes Rennboot hat er auf unserem Stand aufgeladen und ist damit auch gleich auf dem Messepool gefahren. Hoffentlich bleibt er so begeistert! Robert hat noch eine kleine Rede geschwungen und uns guten Appetit gewünscht. Das Essen war vorzüglich, nur leider wie immer zu kurz. Wir sind dann aber trotzdem pünktlich wieder Richtung Heimat aufgebrochen.
Auf der Rückfahrt sind alle wieder zu ihren Autos gebracht worden wo sie die Weiterfahrt selbst bewerkstelligen mussten.
Ich glaube dass dieser Vereinsausflug den meisten Mitreisenden gut gefallen hat und hoffe wieder einmal so etwas organisieren zu können.

 

Wolfgang Auinger

 

Kommentare  

#1 Guest 2020-12-29 05:00
Howdy! This is kind of off topic but I need some guidance from
an established blog. Is it tough to set up your own blog?
I'm not very techincal but I can figure things out pretty fast.
I'm thinking about making my own but I'm not sure where to start.
Do you have any ideas or suggestions? With thanks