SMBK Titanic Linz - Berichte

 

 

Convertible-M  eine moderne Mahagoni-Yacht
Convertible-M 
eine moderne Mahagoni-Yacht

Convertible-M
  Eine Luxus-Yacht aus Österreich
(Teil 4: Kapitel 31 - 40)

Ein Bericht über das Schiffsmodellprojekt
von Herbert Pink.

 

 

 

Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

Zum Teil 1 (Kapitel 1 - 10) 
Zum Teil 2 (Kapitel 11 - 20)
Zum Teil 3 (Kapitel 21 - 30)
Zum Teil 4 (Kapitel 31 - 40)
Zu den Fotos


 


 

Convertible-M:    31. Die Katastrophe ( August 2016)

 

Nach einem schönen Urlaub und über 2 Monaten Baupause ging ich wieder in meine Werkstatt, um mal zu schauen, was bei meiner Convertible-M als nächstes Bauteil ansteht.

 Allerdings war ich geschockt, als ich den Rumpf betrachtete.
In den vergangenen Monaten hat das Holz gearbeitet und die spiegelglatte Rumpf-Oberfläche in einen rustikalen Plankenrumpf verwandelt. 

Convertible-M: Problem am Rumpf mit der Lackierung
Convertible-M: Problem am Rumpf
mit der Lackierungt

Die Stösse zwischen den Holzplanken sind jetzt voll sichtbar. An einigen Stellen ist sogar die Holzstruktur durch die Lackschicht  durchgekommen.

Eine richtige Katastrophe!

Hier ein Foto, bei dem ich durch seitlichen Lichteinfall die Unebenheiten möglichst stark sichtbar machte.

 

Was ist da passiert????

Noch habe ich keine schlüssige Erklärung, warum der Rumpf bzw. das Holz derart gearbeitet hat.

Was machte ich?
Die Mahagoni-Leisten leimte ich mit wasserfesten Holzleim auf die Sperrholz-Unterbeplankung, die Versiegelungen (ca. 7x) erfolgten mit G8 Polyurethanlack und die Endlackierungen (ca. 5x) mit 2K Autolack. Der Rumpf wurde auch innen mit G8 versiegelt, damit keine Feuchtigkeit vom Holz aufgenommen werden kann.

Vor der langen Ruhepause war die Convertible-M bereits öfters im Wasser. Aber ein Wasserschaden, der den ganzen Rumpf bedeckt?

Kann es sein, dass der Holzleim mit den Lacken (G8 und 2K-Lack) nicht harmoniert?
Oder es war die Trocknungszeit von ca. 8 Wochen zu kurz?

Dass G8 und 2K-Lack sich nicht vertragen, wäre ein Möglichkeit.
Meine bisherigen Erfahrungen mit Lack-Unverträglichkeiten waren
- dass die Oberfläche schrumpelig wurde (Falten schlug)
- dass der Oberlack sich ablöste
- dass der Unterlack sich zersetzte
- dass sich eine körnige Struktur bildete

Beim Lackieren mit G8 und 2K-Lack ist mir nichts derartiges aufgefallen. Aber das muss ja gar nichts heißen.

 

Die wahrscheinliche Ursache:

Von einem Experten (Tischlermeister) habe ich interessante Infos zu meinem Problem erhalten.
Hier meine laienhafte Darstellung:

Weissleim verträgt sich mit manchen (aggressiven) Lösungsmitteln von gewissen Lacken nicht.
In diesen Fällen wird das Lösungsmittel des Lack's vom Weissleim aufgenommen, der Weissleim umschliesst die Lösungsmitteltropfen und der Weissleim schwillt an.
Über die Lösungsmittelbläschen bildet sich eine Leimhaut, die ein Verdunsten des Lösungsmittels verhindert.

Wenn man die aufgeschwollenen, überstehenden Leimstellen abschleift, bildet sich wieder eine Leimhaut über die eingeschlossenen Lösungsmittelbläschen und die Leimnaht quillt weiter. Dieser Prozess kann länger als ein Jahr dauern.


Bei solchen Lösungsmitteln/Lacken verwenden die Tischler statt des normalen weissleims einen PU-Weissleim.
Wenn das beschriebene Problem aber bereits aufgetreten ist, werden die verleimten Werkstücke für ein paar Tage bei 60-70 Grad getempert und dadurch alle Lösungsmitteleinschlüsse ausgedünstet.

Das kann ich mit der Convertible-M sicher nicht machen. Da kann ich den Rumpf gleich im Heizungsofen thermisch entsorgen!


Diese Theorie passt genau zu meinem Rumpf-Schadensbild: Die ganzen Klebestellen quellen zwischen den Hölzern hervor.
Egal welche Holzart (Mahagoni, Ahorn oder an der Rumpfunterseite Flugzeug-Sperrholz) verklebt worden ist.

Scheinbar vertragen sich Weissleim (Ponal wasserfest) und der PU-Lack G8 nicht.
Daher äußerste Vorsicht, wenn ihr auch diese Kombination ins Auge fasst!

 

Mein Plan zur Instandsetzung:
Ich sehe momentan nur die Möglichkeit, die Versiegelungs- und Lackoberflächen wieder runterzuschleifen und einen Neuaufbau der Lackschicht zu machen.
Natürlich kann ich nicht soweit runterschleifen, dass die gesamte G8-Versiegelung weg ist.
Das G8 hat sich sicher 1 bis 1,5 mm in das Holz gesaugt. Das habe ich an Bohrungen festgestellt.

Dann werde ich Eposeal (extrem dünnflüssiges Epoxyharz) aufgetragen, mit der Erwartung, das Holz zu wieder zu versiegeln und die Holzleisten zusätzlich zu verkleben.
Ich werde vorher die Verträglichkeit Eposeal mit G8 an einem Musterholz testen (wenn es geliefert ist).

Darauf aufbauend werde ich mit Epoxyharz eine Deckschicht aufbringen und dann mit 2K-Lack finishen.


 In Summe eine Riesenarbeit die ein halbes Jahr in Anspruch nehmen wird. Aber ich sehe keine andere Möglichkeit, den Schaden zu beheben.

 

 


 

Convertible-M:    32. Lackierung wieder Abschleifen ( August/September 2016)

 

 

Convertible-M: Beginn des Abschleifens der Versiegelung und Lackierung
Convertible-M: Beginn des Abschleifens
der Versiegelung und Lackierungt

Endlich habe ich mit durchgerungen und am Wochenende schweren Herzens mit dem Abschleifen der Lackierung/Versiegelung begonnen.

Das artet in einen echten Knochenjob aus!
Wegen der geschwungenen Formen (Innenrundungen) und den angebrachten Teilen/Leisten/Abschlüssen ist der Einsatz von Maschinen kaum möglich.
Also Handarbeit!

Am Foto sieht man, wie ich mich durch die 2K-Lack- und G8-Schicht durchkämpfe.

 

 

Hier ein paar Erfahrungen, die ich bei der sch...önen Arbeit machte:


Das Schleifen von Holz ist dagegen ein Traumjob.

 

Convertible-M: Stand nach 4 Stunden Schleifen
Convertible-M: Stand nach
4 Stunden Schleifen

Und hier das Ergebnis nach 4 Stunden Schleifen.

Da steht mir noch einiges bevor! 

 

 

 

 

 Ich habe jetzt die Convertible-M soweit einmal abgeschliffen.

Convertible-M: Schiff mit der traurigen Gestalt.
Convertible-M: Schiff mit
der traurigen Gestalt.
Convertible-M: Schiff mit der traurigen Gestalt.
Convertible-M: Schiff mit
der traurigen Gestalt.

Ich lasse sie jetzt noch ein bis zwei Monate in der Werkstatt trocknen. Hoffentlich ist dann diese Reaktion Weissleim/G8 beendet.
Danach wird sie noch einmal mit feinerem Schleifpapier überschliffen und der Oberflächenaufbau mit Eposeal kann beginnen.

Hier zwei Fotos von meinem "Schiff mit der traurigen Gestalt":

 

 

 

 


 

 


 

Convertible-M:    33. Die Schiffsbeleuchtung ( September 2016)

 

Während der abgeschliffene Rumpf trocknet, habe ich weitere Beschlagteile gebaut.

 

Die Scheinwerfer:


Die Bugscheinwerfer links und rechts am Rumpf entstanden aus Messingrohrstücken und einer Abdeckplatte.

Hinter die Abdeckplatte kommt eine klare Acrylglasscheibe, damit kein Wasser an die LEDs kommt.
Um die Original-Scheinwerfer zu imitieren, habe ich die LEDs an der runden Vorderseite plan geschliffen.

 

Convertible-M: Die Einzelteile der Bugscheinwerfer
Convertible-M: Die Einzelteile
der Bugscheinwerfer

Auf dem Foto seht ihr die Einzelteile der Bugscheinwerfer. Damit sollte der Aufbau klar sein.

 

 

Convertible-M: Probehalber Einbau der Bugscheinwerfer
Convertible-M: Probehalber
Einbau der Bugscheinwerferr

Die rohen Teile der Scheinwerfer baut ich probehalber in den Rumpf ein, um die Wirkung der Scheinwerfer und die Leuchtkraft der LEDs (extrahell, weiss, 5mm) zu testen.

Hier seht ihr die eingebauten Scheinwerfer, einmal mit Probebeleuchtung.

Jetzt werden die Teile geschliffen, poliert und mit allen Beschlagteilen verchromt.

 

 

 

Die Positionslampen:

Convertible-M: Grundkörper für die Positionslichter
Convertible-M: Grundkörper
für die Positionslichter

Die Grundform der Positionslichter wurde gedreht. Diese Grundform wurde in der Mitte aufgesägt, so daß ich für zwei Positionslampen den Grundkörper erhielt.
Der Stutzen blieb dran, um die Handhabung bei der Weiterbearbeitung der Lampen zu verbessern. Hier konnte ich den Grundkörper noch vernünftig einspannen.

 

 

Convertible-M: Die rohen Positionslichter
Convertible-M: Die rohen Positionslichter

Die Grundform der Positionslichter wurde aufgebohrt und gefeilt, um die 3mm LEDs als Lampen zu integrieren. Nach der Bearbeitung entfernte ich den Haltebolzen vom Grundkörper.

Für die Befestigung am Rumpf habe ich noch zwei dünne Messinstifte angelötet.

 

 

Convertible-M: Die Positionslichter am Rumpf
Convertible-M: Die Positionslichter
am Rumpf

Die rohen Positionslichter habe ich wieder am Rumpf ausprobiert. Nach dem Verchromen werden sie endgültig montiert.

Die eingearbeiteten LEDs werden noch an die zylindrische Form der Verglasung der Original-Postionslichter angepasst. Dazu werden sie noch in Form gefeilt und dann poliert.

 

 

 

 

 


Convertible-M:   34. Das Lenkrad (Oktober-Dezember  2016)

 

Convertible-M: Das Armaturenbrett und Lenkrad im Original
Convertible-M: Das Armaturenbrett und
Lenkrad im Original

Das nächste Beauteil war das Lenkrad.

Das Foto zeigt, wie es im Orginal aussieht.

 

 

Convertible-M: Fräsen des Lenkradkranzes
Convertible-M: Fräsen des Lenkradkranzes.

Ein schwieriges Unterfangen war das Fräsen des Nirobleches für den Lenkradkranz.

Ohne CNC-Fräse muss man sehr kreativ sein, die Kreisssegmente gleichmäßig hinzubekommen.
Mit dem Teilapparat habe ich es recht und schlecht hinbekommen.

 

 

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Convertible-M: Fräsen des Lenkradkranzes.
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Convertible-M: Fräsen des Lenkradkranzes.

Auf beide Seiten des Nirobleches kommen Holzkränze aus Mahagoni.

Die beiden Holzkränze sind aus jeweils sechs Holzsegmenten zusammengeklebt und wurden dann mit dem Teilapparat rund herausgefräst.

 

 

Convertible-M: Aufkleben der Holzkränze
Convertible-M: Aufkleben der Holzkränze.

Die beiden Holzkränze habe ich mit Superkleber auf das Niroblech (vorne & hinten) geklebt.
Danach wurde der Holzkranz rund geschliffen. Das ging am Besten mit einem schmalen Streifen Schleifleinen, der um die Holzkränze herumgezogen wurde.

 

 

 

Convertible-M: Nieten am Lenkradkranz
Convertible-M: Nieten am Lenkradkranz.

Jetzt wurde das Lenkrad mit den sichtbaren "Nieten" am Lenkradkranz veredelt.

Dazu wurde das rohe Lenkrad wieder auf mein Trägerbrett geschraubt und mit dem Teilapparat die 24 Löcher für die Nieten gebohrt. In diese Löcher kamen dünnen Nägel, die bündig mit dem Lenkradkranz abgeschliffen wurden.

 

 

 

Convertible-M: Lenkrad mit Nieten
Convertible-M: Lenkrad mit Nieten.
Convertible-M: Das fertige Lenkrad0
Convertible-M: Das fertige Lenkrad.

In die Löcher wurden die Nägel reingeschlagen, mit Superkleber fixiert und mit einer Trennscheibe bündig abgeschnitten.
Nach einem Feinschliff habe ich die Holzteile des Lenkrads mit Harz versiegelt und lackiert.

In der Mitte kam noch eine mit Kunstleder tapezierte Nabe.
Damit war mein Lenkrad fertig.

Es fehlen zwar Welten zu den perfekten Lenkrädern von Gernot (ich hab sie auf der Messe Friedrichshafen bewundert), aber besser bekomm ich es nicht hin.

 

 

 

 


Convertible-M:   35. Die restlichen Beschlagteile (Dezember  2016 bis März 2017)

 

Befestungsfuss für den Fahnenmast:

Convertible-M: Die Enstehung des Fahnenmast-Fusses
Convertible-M: Die Enstehung des
Fahnenmast-Fusses

Der Fahnemastfuss, oder besser gesagt, das Teil zur Befestigung des Fahnenmastes, entstand aus einem Stück Messing-Vollmaterial.

Zuerst bohrte ich das Loch für den Fahnenmast in dem entsprechenden Winkel.

Dann fräste ich grob die seitlichen Flächen. Auf die unterschiedlichen Neigungen war zu achten.

Die restlichen Arbeiten erfolgten per Hand. Durch Feilen und Schleifen erhielt das Teil die endgültige Form.

 

 

 

Der Kommandogeber (Gashebel):

Convertible-M: Der Grundkörper des Gashebel wurde gedreht
Convertible-M: Der Grundkörper
des Gashebels wurde gedreht
Convertible-M: Die Einzelteile des Kommandogebers
Convertible-M: Die Einzelteile
des Kommandogebers

Der Grundkörper des Kommandogebers wurde aus einem Messing-Rundmaterial gedreht. Er ist innen hohl.

Danach die Abflachungen für die Bodenplatte und die Anzeige gefeilt. Die Bodenplatte, Hebel und Griffe sind aus Messingblechen gefertigt.

 

 

Convertible-M: Der Kommandogeber im Rohzustand
Convertible-M: Der Kommandogeber
im Rohzustand

Nach der Fertigstellung der Bodenplatte, Hebel und Griffe konnte alles zusammen geschraubt/gelötet werden.


Jetzt muss der Kommandogeber zum Verchromen.

 

 

Die Poller:

Für die Convertible-M werden acht Poller benötigt.


Im Original können die Poller versenkt bzw. ausgefahren werden.
Am Modell baue ich sie in ausgefahrenem Zustand. Dadurch kann ich Befestigungsleinen etc. anbringen.

Convertible-M: Serienfertigung der Poller-Grundplatten
Convertible-M: Serienfertigung
der Poller-Grundplatten
Convertible-M: Die Pollerfertigung
Convertible-M: Die Pollerfertigung

Um sie einigermaßen gleich zu bauen, habe ich mir eine Schabblone aus Holz gefertigt.
Danach wir gelaubsägt, gebohrt, gelötet, gefeilt, geschliffen, .....
Hier ein paar Eindrücke davon:

 

 

Convertible-M: Die Fertigung der Poller
Convertible-M: Die Fertigung der Poller

Messingdrahtstücke wurden in die Bodenplatte hartgelötet. Eine Messing-4-Kantleiste verlötete ich mit den Pollerstützen. Diese Kantleiste habe mittels Feilen und Schleifen in Form gebracht.

Nach dem Säubern sind die Poller fertig für's Verchromen.

 

 

 

Die Lufteinlassöffnungen:

Die im Heck eingebauten Motoren brauchen im Original auch Frischluft.
Aus diesem Grunde sind sechs Lufteinlassöffnungen an den Rumpfseiten angebracht.

 

Convertible-M: Luftgitterbleche aussägen
Convertible-M: Luftgitterbleche aussägen

Mit Hilfe einer Holzschablone habe ich wieder sechs gleiche Grundplatten aus dem Messingblech gesägt.

Die Innen- und Außenkanten wurden geglättet und verrundet.

 

 

 

Convertible-M: Luftgitter: Bolzen anlöten
Convertible-M: Luftgitter: Bolzen anlöten
Convertible-M: Luftgitter: Gitter anlöten
Convertible-M: Luftgitter: Gitter anlöten

An der Rückseite wurden jeweils zwei Befestigungsstifte hartgelötet.
Auf dem Foto seht ihr meine Haltevorrichtung, um die Stifte möglichst senkrecht und platziert anzulöten.

Dann wurde in die Grundplatten-Öffnung von hinten ein feinmaschiges Gitter angelötet.
Das Schwierigste dabei war, es zu Verhindern, dass Lot in die Gittermaschen rinnt.
Daher habe ich zuerst die Grundplattenrückseite minimal mit Silber-Weichlot versehen.
Dann wurde das Gitter ohne zusätzlichem Lot aufgelegt und erhitzt.

 

Convertible-M: Bordwand für Luftgitter einfräsen
Convertible-M: Bordwand für
Luftgitter einfräsen
Convertible-M: Luftgitter am Rumpf
Convertible-M: Luftgitter am Rumpf

Das das Gitter doch etwas aufträgt, musste ich in die Bordwand entsprechende Vertiefungen einfräsen, damit die Grundplatte mit ihren Rändern bündig auf dem Rumpf aufliegt.
Das Einfräsen einer Abstufung in die Messing-Grundplatte für das Gitter war für mich nicht machbar (noch dazu oval).

Und so sehen die Gitter am Rumpf aus.

 

 

Der Kompass:
 

Convertible-M: Der Original-Kompass
Convertible-M: Der Original-Kompass

Seit einigen Monate überlege ich schon, wie ich das Gehäuse und die Verglasung des Kompasses herstellen kann.
Das Foto zeigt den Originalkompass.

Ich finde in meiner Werkstatt einfach keine Möglichkeit, die halbkugelförmigen Schalen des Gehäuses aus Messingblech herzustellen.
Die Überlegungen - Formbauen + Blechpressen oder das Blech über eine Form dängeln, ... - habe ich schnell verworfen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das zustande bringe.
 

 

So begann ich alle Geschäfte abzugrasen, um irgend etwas geeignetes für das Kompassgehäuse zu finden.
Meine große Hoffnung waren verchromte Verschlusskappen von Parfumfläschchen oder Ähnlichem.
So durchstöberte ich die Drogerien, Geschenkeladen, Bastelstuben, ....
Aber Fehlanzeige! 

Convertible-M: Schellen als Basis für das Kompassgehäuse
Convertible-M: Schellen als Basis
für das Kompassgehäuse
Convertible-M: Zuckerverpackung als Kompassglas
Convertible-M: Zuckerverpackung
als Kompassglas

Kurz nach Weihnachten hatte ich doch Erfolg und fand in einem Ramsch-Laden die Lösung in Form von Metallglöckchen bzw. Schellen.
Das Foto zeigt meine Errungenschaft und wie ich daraus die Gehäuseschalen des Kompasses heraussägte/feilte.

Die halbschalenförmige Verglasung entstand aus einer Vanillezucker-Verpackung. Das runde Ende des Plastikröhrchens musste dran glauben.
Aber leider ist der Kunststoff, trotz Polieren, nicht klar durchsichtig. Aber was besseres habe ich nicht.

 

Convertible-M: Kompass mit Hintergrundbeleuchtung
Convertible-M: Kompass mit
Hintergrundbeleuchtung

Die Kompass-Skala druckte ich auf eine Folie.
Die Basisplatte wurde mittig geöffnet (=> Ring), damit in der Mitte das Licht von unten auf die Kompass-Skala fallen kann.

Dann noch ein Foto des Kompasses mit provisorischer Hintergrundbeleuchtung.
Leider kann man das sehr schlecht fotografieren - oder besser gesagt - ich kann es nicht vernünftig fotografieren.

 

 

 

 


Convertible-M:   36. Lackieren, Verchromen, Fensterbänder (März - April  2017)

 

Neulackierung:

Vor Monaten habe ich die gesamte Lackoberfläche heruntergeschliffen und den Rumpf trocknen lassen. 
Hin und wieder bearbeitete ich ihn mit einem Heißluftföhn.

Alles in der Hoffnung, dass ich damit die Reaktion von Weissleim mit dem PU-Harz zum Stillstand bringe.

Convertible-M: Neulackierung - Versiegelung mit Eposeal
Convertible-M: Neulackierung -
Versiegelung mit Eposeal

Jetzt beginne ich wieder mit einem Neuaufbau der Oberfläche.
Der erste Schritt, die Versiegelung mit Eposeal, ist erledigt.

Die weiteren Schritte folgen. Aber alles schon gehabt.
Siehe früher im Bericht.

 

 

Beschlagteile verchromen:

Beim neuerlichen Lackieren/Schleifen/Lackieren bin ich mittendrin.
Es wird - schön langsam. "Gut Ding braucht Weil."

 

Convertible-M: Verchromte Beschlagteile aufgelegt
Convertible-M: Verchromte Beschlagteile
aufgelegt

Den dringend nötigen Motivationsschub habe ich mir geholt, als ich meine Beschlagteile vom Verchromen zurückbekommen habe.
Ich bin echt zufrieden, wie sie geworden sind.
Man glaubt gar nicht, wie viele Chromteile für die Convertible-M notwendig sind.
Hier der Großteil zum Foto aufgelegt:

 

 

 Die Fensterbänder:

Mit dem Neulackieren bin ich jetzt soweit wieder fertig.
Es ist zwar nicht so gelungen wie gewünscht, aber ich belasse es dabei.

Jetzt kommt ein schöner Teil des Bauprojektes. Es werden die Beschlagteile fertiggestellt und aufgebracht.
Daneben gibt es noch eine Aufgabe zu lösen, für die ich lange keine richtige Lösung hatte:  Die Fensterbänder

Die Fensterbänder bestehen aus unterschiedlichen Scheiben, die bündig aneinander stossen und ein geschlossenes Fensterband bilden.
Diese Fenster sind bündig geklebt werden. Sie haben keinen Fensterrahmen, in dem das Fensterglas befestigt werden kann.
Nach langen Überlegungen und Beratungen mit meinen Klubkollegen wählte ich die Lösung "Klebung mittels Doppelseitigem Klebeband".
Ein Flüssigkleber würde ungleichmäßig in das Fenster laufen und häßliche Klebespuren hinterlassen.

Da ich mit doppelseitigem Teppichklebeband schon schlechte Erfahrungen gemacht habe (in der Hitze lässt die Klebekraft nach), war ich über den Hinweis auf das Hochleistungs-Klebeband (3M VHB) sehr dankbar.

 

Convertible-M: Schablone der Fenster erstellen
Convertible-M: Schablone der Fenster
erstellen

Zuerst wurde eine Schablone der Fensterbänder mit den einzelnen Teilsegmenten erstellt.

Einfach Klebebänder passend einkleben, die gesamte Schablone abnehmen, die einzelnen Fenstersegmente trennen und auf das Acrylglas picken.

Mit Hilfe dieser Schablone wurden insgesamt 26 unterschiedliche Fenster aus dem Acrylglas geschnitten.
Für die undurchsichtigen Fenster nahm ich schwarzes Acrylglas, die durchsichtigen entstanden aus Anthrazit-Acrylglas.

 

 

Convertible-M: Scheiben des Fensterbandes aufkleben
Convertible-M: Scheiben des
Fensterbandes aufkleben

Die einzelnen Gläser habe ich mit passenden doppelseitigen Klebestreifen versehen und dann auf den Holzgrund bzw. "Fensterrahmen" geklebt.
Hier seht ihr als Beispiel ein durchsichtiges Fenstersegment, welches nur am Rand festgeklebt wird.

 

 

 

Convertible-M: Das Fenster ist eingeklebt.
Convertible-M: Das Fenster ist eingeklebt.

Und so sieht es aus, wenn das Fenstersegment eingeklebt worden ist.

Man sieht auch den Unterschied zwischen schwarzen und anthrazit-farbenen Akrylglas.

 

 

 

Convertible-M: Fertiges Fensterband
Convertible-M: Fertiges Fensterbandt

Auf diese Art und Weise entstand stückchenweise das gesamte Fensterband.

Zusätzlich mussten die vordersten Fenster mittels Hitze an die Rundung angepasst werden.
Hier seht ihr das erste fertige Fensterband.

 

Ein (für mich) schwieriger Schritt ist geschafft. Hoffentlich hält das Klebeband, was es verspricht.

 

Die Handläufe:

Ein wichtiges Detail sind die Handläufe am Kajütendach.
Über die Herstellung der Mahagoni-Rundstäbe und Halterungen habe ich schon berichtet.

Jetzt ging es daran, die verchromten Halterungen mit den Holzrundstäben zu verbinden.
Dazu habe ich die Stäbe geschlitzt, die Halterungen eingeschoben und verklebt.
Dem Original entsprechend wollte ich die Befestigungsschrauben mittels Drahtstifte immitieren.

 

Convertible-M: Verstiften der Handläufe
Convertible-M: Verstiften der Handläufe

Silberdraht aus dem Schmuckbedarf war ein Fehlgriff. Dieser Draht ist nur außen versilbert. Innen ist es ein Messing- oder Kupferdraht, der gelb glänzt.
Ich nahm schlußendlich einen Niro-Draht. Den gibt es in 1mm und 0.8mm Durchmesser um kleinen Preis im Baumarkt.
Dieser glänzt an der Schnittstelle silbrig (passend zu den Halterungen).
Hier seht ihr die Verstiftung der Handläufe mit den Halterungen.

 

 

Convertible-M: Fertige Handläufe
Convertible-M: Fertige Handläufe

Die überstehenden Stifte habe ich mit einer Mini-Trennscheibe abgeschnitten und sehr, sehr vorsichtig bündig geschliffen.
Es durfte die Lackierung der Holzstäbe nicht beschädigt werden. Die Stellen, an denen ich die Lackierung leicht angeschliffen habe, wurden anschließend wieder poliert.
Und so sieht der Handlauf am Kajütendeck aus.

 

 

 

Fertigstellung:

Wegen dem Sauwetter zu den Osterfeiertagen hatte ich einige Zeit mich in der Werkstatt zu verkriechen.
So konnten ich mit dem Vervollständigen des Modells mit den Chrombeschlagteilen fortsetzen.
Das hat richtig Spass gemacht. Da geht was weiter und man sieht sofort einen Baufortschritt.

 

Convertible-M: Endausbau mit den Chromteilen
Convertible-M: Endausbau
mit den Chromteilen

Hier ein Foto vom Cockpit mit dem fertigen Instrumentenbrett.
Mit den beleuchteten Instrumenten und dem "Kommandogeber".

 

 


 

 


Convertible-M:   37. Fertiges Modell der Convertible-M (April  2017)

 

ES IST SOWEIT!

Nach vielen schönen Stunden beim Bauen, aber auch nach einigen Rückschlägen,
habe ich heute die Convertible-M fertiggestellt.

ch konnte einfach nicht widerstehen, und machte noch schnell ein paar Fotos mit dem Handy.
Wenn der Wintereinbruch vorbei ist und wieder schöneres Wetter Einzug gehalten hat, werde
ich noch ordentliche Fotos machen.

Hier der erste Eindruck vom fertigen Modell:

 

 

Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017

 

 

 

Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017

 

 

 

Jetzt gibt es schönere Fotos:

 

 

Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017

 

 

 

Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017

 

 

 

Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Fertiges Modell April 2017
Convertible-M: Das Modell wird in den Traunsee gesetzt
Convertible-M: Einsetzen in den Traunsee

 

 

 

Convertible-M am Traunsee in Fahrt
Convertible-M am Traunsee in Fahrt
Convertible-M am Traunsee mit Vollgas
Convertible-M am Traunsee mit Vollgas

 

 

Um eine beseren Eindruck zu bekommen, habe ich auch ein kleines Video zusammengestellt:

 


 

Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

Zum Teil 1 (Kapitel 1 - 10) 
Zum Teil 2 (Kapitel 11 - 20)
Zum Teil 3 (Kapitel 21 - 30)
Zum Teil 4 (Kapitel 31 - 40)
Zu den Fotos

 

 

 

H. Pink