SMBK Titanic Linz - Berichte

 

 

Hedonist Hardtop
  Eine Mahagoni Superyacht
(Teil 1: Kapitel 1 - 10)

Hedonist Hardtop

Ein Bericht über das Schiffsmodellprojekt von Herbert Pink.

Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

Zum Teil 1 (Kapitel 1 - 10) 
Zum Teil 2 (Kapitel 11 - 20)
Zum Teil 3 (Kapitel 21 - 30)

Zu den Fotos

 

 


 

Hedonist Hardtop:    1. Das Original

 

Nach einigen Recherchen im Internet, habe ich mich bei meinem neuen Projekt für die Hedonist Hardtop entschieden.

Warum die Hedonist Hardtop?
Sie ist eine moderne, atemberaubende Mahagoniyacht mit einem außergewöhnlichen Design und fantastischen Fahrleistungen.
Kurz: Einfach eine "saugeile" Yacht.
Außerdem gibt es von ihr genügend Fotos im Internet, um damit ein naturgetreues Modell zu konstruieren und aufzubauen.

 

Zuerst ein paar Worte zum Original:
Die Hedonist ist ein Entwurf des Designstudios Art Of Kinetiks (Belgrad/Serbien).
Es gibt eine offene Version "Hedonist Open". Ich habe mich aber für die "Hedonist Hardtop" entschieden. Einfach, weil sie mir besser gefällt.
Der auf Spanten gebaute Holzrumpf ist mit Mahagoni beplankt.
Rolls Royce Motoren mit jeweils 800HP treiben die drei KaWeMA-Jets an. Höchstgeschwindigkeit ca. 40 Knoten.
Im Decks-Hangar befindet sich ein ebenso stylisches Tenderboot für 3 Personen.
Der Preis für eine solche Yacht liegt ca. bei 3,5 bis 4 Mio Euro. Je nach Ausstattung und Motorisierung.


Hier ein paar Bilder der Yacht aus dem Internet:
(alle Rechte liegen bei Art Of Kinetiks)

Hedonist Hardtop 

Hedonist Hardtop

 

Hedonist Hardtop

 

 

 Ein paar Daten der Hedonist Hardtop:
Gesamtlänge: 19 m / 62 ft
Breite: 5,3 m / 17 ft
Tiefgang: 0,95 m / 3 ft
Verdrängung (voll beladen) 32500kg / 71650lb
Bis zu 12 Personen an Bord

Maschinen: 3 x 800 hp MAN R6-800
Antrieb: 3 x Rolls Royce Kamewa Waterjets
Treibstofftank: 3500 l / 925 gal
Frischwassertank: 650 l / 172 gal
Höchstgeschwindigkeit bei voller Beladung: 42 kn
Reisegeschwindigkeit: 33 kn

 


 

 


 

Kapitel 2: Hedonist Hardtop -  Die Konstruktion I

Hedonist Hardtop
Hedonist Hardtop

Nach eingehendem Studium meiner Hedonist-Fotos, habe ich die Dimensionen meines Modells festgelegt.

Damit habe ich die maximale Modellgröße ausgereizt, die ich in meiner Werkstatt noch (einigermaßen vernünftig) bearbeiten kann.
Bei diesem Maßstab passen auch die 28mm Kehrer Jets. Immerhin werden 3 Stück eingebaut.

Jetzt konnte die Konstruktion beginnen.
Auf Basis von Fotos und kleinen Bootsrissen aus dem Hedonist-Prospekt begann ich die Rumpf-Grundstruktur als 3D-Modell zu entwerfen.
Dazu verwendete ich FreeShip.

"Mühsam nährt sich das Eichhörnchen" wenn man das Programm und die 3D-Konstruktion erst erlernen muss.
Aber schön langsam - 3 Schritte vorwärts, 2 Schritte zurück - habe ich einen ersten Entwurf der Rumpfschale zusammengebracht.

 



Hier die ersten Ergebnisse.

Hedonist - Beginn der Rumpfkonstruktion mit FreeShip
Hedonist - Beginn der Rumpfkonstruktion
mit FreeShip

Hedonist - Beginn der Rumpfkonstruktion - Ansicht mit Flächenfüllung
Hedonist - Beginn der Rumpfkonstruktion
Ansicht mit Flächenfüllung

 

 

Als Nächstes habe ich die Heckpartie mit der Badeplattform konstruiert.
Als Neueinsteiger in 3D-Konstruktion habe ich einiges Lehrgeld bezahlt. Viele Details habe einige Male neu zeichnen müssen.
Aber zuletzt habe ich es doch geschafft.

Bei der Konstruktion bin ich auf viele Probleme bzw, Fragen gestoßen. Hier haben mir die Modellbaukollegen mit Hinweisen und Tipps weitergeholfen.

1. Beispiel: Abstand der Jets von der Mitte:

Hedonist Rumpfkonstruktion - Abstand der Jets?
Hedonist Rumpfkonstruktion -
Abstand der Jets?

Das Modell bekommt 3 Jets installiert (28mm Kehrer-Jets).
Da die Hedonist keinen flachen Rumpfboden hat, sollen die Jets möglichst nahe der Rumpfmitte eingebaut werden.
Dadurch soll verhindert werden , dass die äußeren Jets bei Kurvenfahrt Luft ansaugen.

Wie weit kann man die Jets beim Einbau in den Rumpf zusammenrücken?
Saugen die sich nicht irgendwann das Wasser im Ansaugbereich gegenseitig weg?

Nach einigen Diskussionen im Forum werden die Jets mit 60mm Abstand eingeplant.

 

2. Beispiel: Soll der Rumpfboden hinter dem Ansaugloch des mittleren Jets abgeflacht werden oder wieder mit einer Kiel-Kante weiterlaufen?

Hedonist Rumpfkonstruktion - Rumpfform hinter mittleren Jet?
Hedonist Rumpfkonstruktion -
Rumpfform hinter mittleren Jet?

Wenn die Kielkante wieder ausgebildet wird hat man mehr Auftrieb in dem Bereich, aber möglicherweise etwas mehr Fahrwiderstand.
Beim Original der Hedonist dürfte der Kiel-Rumpf fortgesetz werden - genau kann ich das auf keinem meiner Fotos erkennen.
 

Auch diese Frage wurde im Forum besprochen. Ich habe mich dann für einen flachen Rumpfboden hinter dem mittleren Jet entschieden,

 

 

 


Kapitel 3: Hedonist Hardtop - Die Konstruktion II

Hedonist Hardtop
Hedonist Hardtop

Endlich habe ich die 3D-(Grob-)Konstruktion abgeschlossen. Der genaue Modellaufbau und die vielen Detals werde ich später klassisch in 2D zeichnen.

 

Auch wenn ich nur die grundlegende Form der Hedonist in 3D festgelegt habe, so hat mich die Konstruktion doch einige graue Haare gekostet.
Wenn man sich mal vertan hat (was bei mir relativ häufig vorgekommen ist), ist es eigentlich genauso mühsam wie in 2D, dass man alle notwendigen Korrekturen nachzieht.

 

 

Hier seht ihr meine 3D-Konstruktion als Drahtgittermodell und dann als Vollmodell.

Hedonist 3D Drahtmodell
Hedonist 3D Drahtmodell

Hedonist 3D Vollmodell
Hedonist 3D Vollmodell

 

Hedonist 3D Vollmodell
Hedonist 3D Vollmodell

Hedonist 3D Vollmodell
Hedonist 3D Vollmodell

 

 

 

Hedonist Linienplan aus dem 3D Modell
Hedonist Linienplan aus dem 3D Modell

 
 

Aus dem 3D-Urmodell wird der Linienriss generiert, der mir als Grundlage für das Planzeichnen in 2D dient.

 

 

 

 


Kapitel 4: Hedonist Hardtop - Die Konstruktion III

Hedonist - Start der 2D Konstruktion
Hedonist 3D Vollmodell

Hedonist Hardtop
Hedonist Hardtop

Ausgehend von dem groben 3D-Modell begann ich mit Planzeichen in 2D.
Beim Planzeichnen sollen möglichst genau die Proportionen des Original mit den vielen Details erfasst werden.
Aber ich grüble oft sehr, sehr lange, wie ich das Gezeichnete am Modell umsetzen kann. 
Gezeichnet ist es relativ schnell, aber wie das dann am Modell vernünftig umgesetzt werden kann ....
Dabei wird einem richtig klar, wieviel geistige Arbeit in einer Modellkonstruktion steckt, die man bei einem Bausatz/-kasten einfach mitkauft.

 

 

Hedonist - Konstruktion Radarmast
Hedonist - Konstruktion Radarmast

Wenn man dann weitere Details einzeichenen will, muss man diese aber vorher konstruieren/zeichnen.
Ich konstruiere diese Baugruppen extra heraus und füge sie dann am Ende in die Totalansichten ein.
Hier ein Beispiel einer Baugruppe: Der Radarmast.

 

 

So werden die Totalansichten verfeinert und mit Details vervollständigt.
Gleichzeitig werden in eigenen Layern (=Zeichnungsebenen) erste Konstruktionsdetails gezeichnet, um die Realisierbarkeit sicherzustellen.
Da komme ich immer wieder drauf: 
"So kann das nicht funktionieren! "
"Das passt überhaupt nicht zusammen!"
"Da bleibt kein Material im Spant, im Stringer, ... mehr übrig!"
Und wieder wird genau geschaut, alle Originalfotos durchforstet und dann schlussendlich die Ansichten und die Konstruktion mühevoll umgezeichnet.
Wie oft ich meine Spanten schonumgezeichnet habe, kann ich schon gar nicht mehr zählen ... 

 

Hedonist - Konstruktion Totalansicht
Hedonist - Konstruktion Totalansicht

Hedonist - Konstruktion Totalansicht
Hedonist - Konstruktion Totalansicht

Hier seht ihr meine Totalansichten im aktuellen Zustand.
Auf den ersten Bick schaut es schon nach der Hedonist aus.
Aber es fehlen noch viele Details und wichtige Baugruppen (z.B. gesamter Dachbereich) die genau konstruiert und gezeichnet werden müssen.

 

Wie heißt es bei uns in Oberösterreich: "Langsam nährt sich das Eichhörnchen!"

 

 

In vielen Konstruktions-Sitzungen mit vielen Denksportaufgaben, versuchte ich möglichst viele Details bzw. Detaillösungen vorzudenken und die Konstruktion entsprechend anzupassen.
Jede Änderung im Modell-Aufbau bedeutet sofort, dass die meisten Spanten mühevoll angepasst werden müssen.
In Summe habe ich die Spanten sicher schon 5-mal gezeichnet.

Endlich ist die Grundkonstruktion fertig (glaubt man).
Dann entdeckt man auf einem Foto ein Detail, welches viele vorherige Überlegungen zunichte macht und einiges an Umkonstruktion produziert.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen, muss ich sagen, dass die Hedonist mein bisher kompliziertestes Modell ist.
Das habe ich bei der Betrachtung der ersten Fotos nicht erwartet.
Alleine die seitlichen Fensterbänder (bei deren originalähnlicher Gestaltung), durchschneiden den Rumpf der Länge nach und produzieren ein gewaltigen Aufwand, damit der Rumpf wieder stabil wird.

Aber schön langsam geht es weiter.

Hier ein Ausschnitt aus meiner Konstruktionszeichnung.
Meine Zeichnungsdetails liegen alle auf verschiedenen Layer übereinander. (z.B: Totalansichten, Innenansichten, Grundkonstruktion, Schnitte, Antrieb, Anlenkung, Bemaßungen, Spantenrisse, ....)
Wenn ich die alle auf einmal einblenden würde, entstünde ein total unübersichtlicher Plan, auf dem man nichts mehr erkennen kann.

Hedonist - Konstruktion mit vielen Layern
Hedonist - Konstruktion mit vielen Layern

 

 

Hier eine Ansicht mit ein paar wenigen Layern:

 

 

 

Hedonist - Konstruktion der Spanten
Hedonist - Konstruktion der Spanten

 

 

Parallel dazu zeichnete ich auch die Spanten mit allen Ausschnitten heraus.

Schön langsam kann der Bau beginnen.

 

 


 

Kapitel 5: Hedonist Hardtop - Das Spantengerüst I

Bei meinen Konstruktionszeichnungen finde ich kein Ende.
Es tauchen immer neue Details auf, die in der Konstruktion berücksichtigt werden sollten. Und jedes Mal muss ich den Kopf noch etwas schiefer halten, um alle Auswirkungen auf die Grundkonstruktion (vor allem bei den Spanten) zu berücksichtigen.
So beschloss ich, mit der Detailierung bei der Konstruktion aufzuhören und mit dem Bau zu beginnen.

Bei den nicht konstruierten Details werde ich dann beim Bau improvisieren.
Oder besser gesagt: Beim Bauen werde ich auf die Probleme situationselastisch reagieren

Hedonist - Spanten ausgesägt
Hedonist - Spanten ausgesägt

 

So habe ich die Spanten (20 Stück) und den Kiel auf das Sperrholz übertragen und händisch ausgesägt.
Hier seht ihr das Ergebnis. 

 

Bei einigen Spanten ist die Wandstärke wegen der geplanten Innenausstattung, dem Querstrahlruder, ... an einigen Stellen sehr dünn. Diese neuralgischen Stellen der Spanten habe ich wegen Bruch- und Verformungsgefahr mit dünnem Flugzeugsperrholz verstärkt. Das macht diese Stellen um einiges stabiler.
Zwei Spanten im Bereich der Jets bestehen nur aus linkem und rechtem Teil und haben keine Verbindung. Bei diese Spanten habe ich für den Rumpfbau die beiden Teile mittels aufgeklebten Leisten verbunden. Die Leisten werden später wieder herausgebrochen.

 

Nachdem es gewaltig in den Fingern juckte, habe ich gleich mit dem Aufbau des Spantengerüstes begonnen.

Zuerst musste ich aber ein Helling zusammenschrauben, da ich keine passenden Platte in meinem Lager fand.
Das nutzte ich gleich dazu, dass ich am Bug und am Heck zusätzliche Bretter auf die Helling schraubte.
Damit ergibt sich eine Erhöhung/Stufe in der Helling und die sehr hohen Spantenfüße in diesen Bereichen können kürzer gehalten werden.
Das ergibt eine Materialeinsparung und bessere Stabilität beim Gerüstaufbau.
Wer genau schaut, sieht die zusätzlichen Bretter.

Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes
Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes

Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes
Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes

 

Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes
Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes

Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes
Hedonist - Aufbau des Spantengerüstes

 

 

 

Nach dem Aufstellen und Ausrichten der Spanten begann ich mit dem Einarbeiten der Stringer.

Hedonist - Stringereinbau im Spantengeruest
Hedonist - Stringereinbau im
Spantengeruest

Dabei musste ich die Einschnitte in den Spanten auf die Neigungen und Kurven der Rumpfform anpassen.
Bei meiner Konstruktion liegt die exakte Rumpfform immer in der Mitte der Spantendicke (4mm Sperrholz). In den Bereichen mit Rumpfschrägen (z.B. Bugbereich) muss daher die Spantform bzw. der Stringer-Einschnitt zur Hälfte angeschrägt werden.
Dann passt die Rumpfkontur perfekt. - - - - Hoffentlich.

 

 

 

 

Im Heckbereich gibt es wegen der Jet-Antriebe keine durchgehenden Spanten und weniger Stringer.
Um trotzdem eine Stabilität zu erreichen, habe ich die Stringer in dem Bereich in doppelte Stärke eingebaut (verdoppelt).
Die Verdopplung der Stringer sieh man auf den Fotos.

Hedonist - Stringereinbau im Spantengerüst
Hedonist - Stringereinbau im
Spantengerüst

Hedonist - Stringereinbau im Spantengerüst
Hedonist - Stringereinbau im
Spantengerüst

 

 


Kapitel 6: Hedonist Hardtop - Das Spantengerüst II

 

Hedonist - Stringereinbau & Wasserpumpe
Hedonist - Stringereinbau &
Wasserpumpe

 

 

Da ich noch leicht in den Innenbereich des Rumpfes gelangen kann, habe ich gleich die Befestigung der Wasserpumpe für die Kühlung der Motoren und Regler eingebaut, da diese Stelle im fertigen Rumpf schwer zu erreichen ist.

 

Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst
Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst

 

Weiter ging es mit Spant 1.
Er definiert die Form des Heckauslegers und wird mit Längsspant bzw Stringer am restlichen Rumpf befestigt.
Hier seht ihr den Beginn beim Bau des Heckauslegers.

 

Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst
Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst

 

Als Nächstes kamen die Stringer an den Rumpfseitenwänden.Im Heckbereich sieht es aus, als enden die Stringer zufällig.
Hier erhält aber der Rumpf die Einbuchtung für die Auspuffanlage und der Rumpf hat zusätzlich einige Abschrägungen.
Die Stringer werden später an diese Flächen angepasst.

 

Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst
Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst

Der Bugbereich wird mit Balsaholz aufgefüllt.
Aber, sch.... 
Ich hatte aber bereits die Längsstringer angeklebt!
Jetzt musste ich die Balsafüllung mühselig in kleinen Stücken in den Bugbereich einarbeiten.
Beim nächsten Mal arbeite ich hoffentlich in richtiger Reihenfolge.

 

Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst
Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst

Nach dem Anbringen der Seitenstringer widmete ich mich dem Heck der Hedonist.
Die seitlichen Einbuchtungen für die Auspuffanlage wurde eingearbeitet.
Es sind zwar gerade Flächen. Sie stehen aber alle windschief zueinander. So ist es nicht so einfach sie exakt und auf beiden Rumpfseiten gleich anzubauen.
Zusätzlich wurde auch der Heckausleger mit kleine Spanten und Zwischenstücken in Form gearbeitet..

 

Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst
Hedonist - Aufbau Rumpfgerüst

Nun sind alle Stringer, die auf der Heling möglich sind, eingearbeitet (am Rumpfboden und auf den Rumpfseitenwänden).
Die Spanten und die Stringer werden jetzt gestrakt. Dabei zeigt sich, ob die Spanten genau konstruiert und das Rumpfgerüst exakt aufgebaut ist.
Bis jetzt habe ich noch keine gravierenden Fehler entdeckt.

 

 

 

 


 

Kapitel 7: Hedonist Hardtop - Die Rumpfbeplankung

 

Das Rumpfgerüst wurde gestrakt.
Dabei habe ich auch einige Stringer passend schleifen müssen.
Es war nicht immer möglich die Stringer so einzubauen, dass alle Seiten der Kiefernleisten fluchtend zur Rumpfoberfläche ausgerichtet sind. Speziell bei Ecken (z.B. Übergang Deck zu Rumpfseitenwand) kann immer nur eine Seite mit der künftigen Oberfläche fluchten. Die andere muss passend geschliffen werden.
Hier habe ich bei der Konstruktion darauf geachtet, dass jene Stringerseite zu beschleifen ist, bei der der Schleifklotz eine große Auflagefläche hat (z.B. andere Stringer). Damit ist ein exaktes Zuschleifen möglich.

 

Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz

Dann begann die Rumpfbeplankung mit 2mm Sperrholz.
Zuerst die Wasserleitleiste am Übergang Rumpfboden zu Rumpfseitenwand.
Dann der hintere Bereich bei den Jet-Einlässen mit 2mm Flugzeugsperrholz. Hier kann die Stabilität des Flugzeugsperrholzes nicht schaden.
Der Bereich ist auch ziemlich gerade, so dass ein große Platte aufgeklebt werden konnte.

 

Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz

 

 

Der Rest des Rumpfboden wurde mit Ceiba-Sperrholzstreifen beplankt. Die Streifen werden schmäler, wenn die Krümmung des Rumpfes zunimmt (Bugbereich).

 

 

Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz

 

 

Im Bereich des mittleren Jets ist der V-Rumpf abgeflacht.
Da habe ich einfach das Sperrholz passend geschliffen (siehe Foto), darauf eine Sperrholzplatte geklebt und diese wieder bündig zum Rumpf geschliffen.

 

Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz

 

 

Die Beplankung endet in Richtung Bug vorerst an der Stelle, wo die Wasserleitleiste im Rumpf verschwindet. Ab dieser Stelle wird eine durchgehende Beplankung von Rumpfboden und Rumpfseite aufgebracht werden. Aber erst, wenn auch die Rumpfseitenwand beplankt wird.

 

Nach der Beplankung des Rumpfbodens kamen jetzt die Rumpfseitenwände dran.

Im mittleren und hinteren Bereich sind die Rumpfwände gerade. Daher können diese Bereich mit Sperrholzplatten beklebt werden.
Am Foto seht iht, wie ich mit Klammern, Gewichten und Klebebändern die Platten an das Rumpfgerüst presse.

Das lange Fensterband in der Rumpfseite wird einfach zubeplankt und erst später ausgeschnitten. Da müssen vorher noch einige Stringer und Verstärkungen von innen angebracht werden.
Die Seitenbeplankung endet fluchtend mit der Bodenbeplankung.

Hedonist - Rumpfseitenbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfseitenbeplankung
mit Sperrholz  
Hedonist - Rumpfseitenbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfseitenbeplankung
mit Sperrholz

 

 Beim Bugbereich geht die Beplankung fließend von der Rumpfseite in den Rumpfboden über.
Wegen der starken Krümmung direkt am Bug habe ich hier kleinere und schmälere Sperrholzstreifen verwendet.

Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz  
Hedonist - Rumpfbeplankung mit Sperrholz
Hedonist - Rumpfbeplankung
mit Sperrholz

 

Der Bug hat eine ungewöhliche Form. Er ist abgeflacht.
Hier habe ich Flugzeugsperrholz wegen der Stabilität aufgeleimt.
Am Foto schaut das noch schief aus, da das Sperrholz noch nicht an das Deck angepasst ist.

Bevor der Rumpf von der Heling kommt, habe ich noch den Heckausleger grob verkleidet.

Jetzt sind auch die beiden seitlichen Abstützungen verkleidet.
Wie weit diese Abstützungen im Original in die Rumpfmitte gehen (oder eventuell über die gesamte Breite durchlaufen) konnte ich auf keinem meiner Fotos erkennen.
Im Modell muss ich wegen der - im Verhältnis großen - Jets an Stelle der schrägen Abstützung die gerade Bodenplatte des Heckauslegers bis zum Heckspant laufen lassen 

Hedonist - Rumpfbeplankung am Bug
Hedonist - Rumpfbeplankung am Bug 
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heck
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heck
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heck
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heck

 

 

 

 


 

Kapitel 8: Hedonist Hardtop - Der Rumpfbau

 

Nachdem die Beplankung getrocknet ist, habe ich den Rumpf von der Heling geschnitten.

Jetzt konnten die Rumpfkante (Übergang zum Deck) und die Spantenfüsse bearbeitet werden.

Hedonist - Rumpf von Heling geschnitten
Hedonist - Rumpf von Heling geschnitten
Hedonist - Rumpfschale
Hedonist - Rumpfschale
Hedonist - Rumpfschale
Hedonist - Rumpfschale

 

Hier noch die ungewöhliche Rumpfspitze und das breite Heck mit der Badeplattform.

Hedonist - Die ungewöhnliche Rumpfspitze
Hedonist - Die ungewöhnliche
Rumpfspitze
Hedonist - Das breite Heck mit Badeplattform
Hedonist - Das breite Heck
mit Badeplattform

 

Jetzt geht es mit dem Rumpfausbau weiter.

Als Erstes müssen die dünnen Spanten mit Stringer bzw. Rumpfgurten stabilsiert werden.

Im hinteren Bereich, mit den verschieden geneigten Flächen, schauen die Zickzack-Rumpfgurte ziemlich chaotisch aus.

Aber dieses Chaos hat System.
Wenn man den Rumpf aus den richtigen Perspektiven anschaut, werden wieder gerade Flächen erkennbar.
Bei diesen Zickzack-Verstärkungsleisten hatte ich beim Konstruieren den Kopf ziemlich schief halten müssen, um nicht den Überblick zu verlieren und in die Spanten falsch plazierte Aussparungen einzuzeichnen.
Bis jetzt bin ich nur auf einen Fehler draufgekommen.  - Hoffentlich bleibt's dabei.

Hedonist - Rumpfgurte Innen
Hedonist - Rumpfgurte Innen
Hedonist - Rumpfgurte Innen
Hedonist - Rumpfgurte Innen

 

Hedonist - Rumpfgurte innen einbauen
Hedonist - Rumpfgurte innen einbauen

Um später die seitlichen Fensterbänder aus dem Rumpf ausschneiden zu können, müssen auch noch die inneren Stringer zur Verstärkung eingearbeitet werden.
Um diese einigermaßen exakt auszurichten, war einiges an Messen, Feilen, Schleifen, Probieren angesagt.

 

 

Hedonist - Querstrahlruder einbauen
Hedonist - Querstrahlruder einbauen

Jetzt habe ich den Rumpf für das Bugstrahlruder vorbereitet.
Die Schwierigkeit beim Bugstrahlruder liegt darin, dass es extrem tief im Rumpf plaziert werden muss, damit es unter den Kajütenboden passt.
Wieder ein Tribut an den Innenausbau der Kajüte.

Die V-Form im Bugbereich ist sehr steil, so dass das Querstrahlruder gar nicht so tief wie im Original gesetzt werden kann.
In der originalgetreuen Tiefe fehlt einfach die Rumpfbreite, dass es hineinpasst. Hier habe ich einen Kompromiss eingehen müssen.
In der gefundenen Position passt auch der Antriebsmotor gerade noch unter den Kajütenboden.

 

Der Einbau des Querstrahlruders:

Das Querstrahlruder wurde im Rumpf zusammengebaut und sorgfältig ausgerichtet.
Dann konnte das (Quer-)Rohr in den Rumpf eingeharzt werden.
Damit das Harz nicht nach außen durchrinnt, wurde die Klebestelle mit Tesaband abgedichtet. Nach dem Aushärten des Harzes wurde das (Quer-)Rohr bündig mit der Außenwand abgesägt/gefeilt/geschliffen.

Danach richtete ich den Motor nochmals zu dem Querstrahlruder aus.
Mit geringer Spannung lies ich den Motor laufen, so dass er sich gerade noch drehte.
Bei laufendem Motor zog ich die Befestigungsschrauben langsam an.
Dabei erkennt man sofort an der reduzierten Drehzahl und/oder der höheren Stromaufnahme, ob der Motor mit der Welle verkantet und nicht mehr exakt fluchtet. Man glaubt nicht, wie sich minimalste Änderungen - zB. ungleiches Anziehen der Befestigungsschrauben - sofort auf die Drehzahl auswirken.
Aber mit einiger Geduld bei der Justiererei erreicht man einen ruhigen, möglichst widertstandsarmen Lauf des gesamten Querstrahlruders.

 


 

Kapitel 9: Hedonist Hardtop - Der Technikeinbau

 

Decksauflage - die ersten Segmente:
Eine große Herausforderung bei der Hedonist ist, dass das Deck - vor allem im Bereich der Badeplattform - vom Wasser überspült wird.
Sogar beim Original sieht man auf den Fotos, dass der hintere Bereich des Decks mit Wasser bespritzt wird.
Wenn beim Modell ein rascher Stop eingelegt wird, kann man davon ausgehen, dass die nachlaufende Welle das Deck ziemlich unter Wasser setzt.
Umso wichtiger ist ein möglichst dichtes Deck mit seinen Öffnungen.
Man kann aber keinen klassischen Sülrand wie bei Aufbauten einbauen.

Ich habe mir überlegt, eine Nut auszuformen, in die das Deck mit einem senkrechten, verkehrten "Sülrand" eingreift.
In die Nut kommt zusätzlich ein dünner Moosgummi oder etwas Vaseline (oder ähnliches) zur Abdichtung .

Hoffentlich funktioniert meine Überlegung.

Hier seht ihr meine Konstruktion (am Beispiel Spant 6). Die braun eingefärbten Teile gehören zum abnehmbaren Deck. Die beiden anderen Fotos zeigen die Enstehung der ersten Segmente der Decksauflag bzw. Decksabdichtung.

Jetzt konnten die Rumpfkante (Übergang zum Deck) und die Spantenfüsse bearbeitet werden.

Hedonist - Konstruktion der Decksauflage
Hedonist - Konstruktion der Decksauflage
Hedonist - Bau der Decksauflage
Hedonist - Bau der Decksauflage
Hedonist - Bau der Decksauflage
Hedonist - Bau der Decksauflage

 

  Technik-Einbau:

Die beiden äußeren Jets werden gelenkt und mit Rückfahrklappen versehen.
Zur Ansteuerungs sind zumindest zwei Servos notwendig. Ich werde wahrscheinlich vier Servos einbauen und jeden Jet einzeln ansteuern.
Die Einzel-Ansteuerung ermöglicht ein Drehen auf der Stelle und ein Traversieren (ein Fahren quer zur Fahrtrichtung) des Modells.
Ob das in der Praxis sinnvoll ist, kann ich noch nicht beurteilen.
Aber es befriedigt meinen Experimentier- und Spiel-Trieb. Ich stelle mir vor, dass dann interessante Fahrmanöver möglich werden.

Für die einfache Steuerung in Normalfahrt werden die Servos einfach über Mischer gekoppelt.
Soweit meine Absichten: Die Technikrahmen für die Servos lege ich jetzt einmal für 4 Servos aus.

 

Hedonist - Einbaurahmen für Servos
Hedonist - Einbaurahmen für Servos
Hedonist - Einbaurahmen für Servos
Hedonist - Einbaurahmen für Servos

 Auf den beiden seitlichen Einbaurahmen werden jeweils zwei Servos befestigt. 

Beim Heckspant komme ich mit keinem Schraubendreher hin, um das Servobrett anzuschrauben. Mit aufgeklebten Leisten und Einschnitten im Servobrett wird das Servobrett in diesem Bereich mittels "Nut & Feder" fixiert. Im vorderen Bereich wird geschraubt.
Auf den kleinen Sockel am Servobrett wird später ein überlanger Servoarm montiert, der bis zur Mitte des Jets reicht und die Rückfahrklappen ansteuern wird. Er muss erhöht befestigt sein, damit er über dem Jet zu liegen kommt.

Dann musste ich es einfach probieren, wie das mit Antrieb aussehen wird und habe mal probeweise einen Jet im Rumpf plaziert.

 

Hedonist - Technik Einbaurahmen
Hedonist - Technik Einbaurahmen

 

Für die drei Jets mit ihren Reglern und Akkus brauche ich auch Befestigungsmöglichkeiten.
Hier habe ich einfache Bretter mit Rand versehen und in den Rumpf geschraubt. Mit Klettband werden die Technikkomponenten daran festgezurrt. 

 

Hedonist - Technik Einbaurahmen
Hedonist - Technik Einbaurahmen

 

Zur Veranschaulichung habe ich probeweise den mittleren Antriebsstrang lose hineingelegt.
Vor und während der Probefahrt wird mit den Akkus das Gewicht ausgetrimmt und die Längsposition der Akkus ermittelt.
Erst nach Festlegung der richtigen Akku-Position werden die Querstreben der Technikrahmen eingeklebt.

 

 

Hedonist - Ansteuerung der Jets
Hedonist - Ansteuerung der Jetsn

Die Ansteuerung der Jets siehst man auf meiner Konstruktionszeichnung.
Die Rückfahrtsklappe der beiden äußeren Jets werden mit zwei Servos angesteuert.
Dabei erkennt man auch den großen Ruderarm, um über die Mittelachse der Jets zu kommen.

Die Lenkung ist in der Konstruktionszeichnung noch mit einem Server für beide Jets eingezeichnet.
Aber wie bereits geschrieben, habe ich auch hier die Möglichkeit vorgesehen, mit 2 Servos getrennt anzusteuern.

 

 

Hedonist - Einbau Jet-Antrieb
Hedonist - Einbau Jet-Antrieb

 

Jetzt ging es an den Einbau der Jet-Antriebe.
Die Öffnungen im Heckspant und im Rumpfboden wurden an die Jets angepasst. Danach konnten die Jets mit Superkleber fixiert werden.

 

 

 

Hedonist - Einbau der Jet-Antrieb
Hedonist - Einbau der Jet-Antriebe

 

Für die endgültige Festigkeit und Dichtung habe ich die Jets mit Harz vergossen.
Das Harz habe ich mit Baumwollfasern und kleine Leisten am Wegfliessen gehindert.


 

 

 

Hedonist - Einbau der Jet-Antrieb
Hedonist - Einbau der Jet-Antriebe

 

Auch die Öffnungen am Heckspant wurde vergossen.
Dazu habe ich den Rumpf in senkrechter Position fixiert. Die Türen der "Kastl'n" waren dazu sehr hilfreich.

 

Beim Betrachten des Fotos wird eines Offenkundig:
Ich muss wieder mal meine Werkstätte zusammenräumen!!!

 

 

 

 


Kapitel 10: Hedonist Hardtop - Die Fensterbänder

 

 

 

Hedonist - Fensterband ausschneiden
Hedonist - Fensterband ausschneiden

Nach dem Einbau der Versteifungen im Rumpf ...

... griff Kapitän Ahab zur Harpune und schlitzte den Bauch von Moby Dick, dem weißen Wal, auf.

Ähh - wollte sagen: Ich griff zur Japansäge und schnitt die beiden Fensterbänder aus der Rumpfbeplankung.

 

 

Hedonist - Fensterbänder ausschneiden
Hedonist - Fensterbänder ausschneiden

Am vorderen Ende des Fensterbandes verläuft die Beplankung schräg nach innen und mündet genau im Fenster.
Dafür habe ich einges Messen, Zeichnen, Messen müssen um genau jene Linie zu finden, wo das Fenster endet und in die schräge Beplankung übergeht.
Hier klebe ich gerade die schräge Beplankung ein. Sie wird noch verstärkt bzw. zu den Stringern abgestützt.


 

 

Hedonist - Fensterbänder verkleiden
Hedonist - Fensterbänder verkleiden

Als Nächstes begann ich mit der Verkleidung des Fensterbandes.
Hier sieht man, wie die untere Seite des Fensterbandes mit Sperrholz verkleidet wird.

Im Bereich der Fensterbänder werden die Spanten soweit entfernt, dass vier Spanten übrig bleiben. Diese bilden die Verbindung zwischen den Rumpfteilen unter- bzw- oberhalb des Fensterbandes.
Diese Verbindungen werden mit Sperrholz verstärkt.
Schaut besser aus und erhöht die Stabilität.


 

Und jetzt wird die Oberseite des Fensterbandes verkleidet.

Vorher musste ich aber folgendes Problem lösen: 
Die Glasscheiben der Fensterbänder werden in Schlitzen der oberen und unteren Fensterbandverkleidungen eingeschoben und verklebt.
Die Gläser können nur von außen an ihre Position gebracht werden, da innen die Stützen zwischen Rumpfober- und -unterteil im Wege stehen.

Meine Ursprungsidee war, dass die Scheiben an die Sperrholzunterbeplankung angepasst und dann mit der Mahogonibeplankung von innen und außen fixiert und befestigt werden.
Das würde aber bedeuten, dass die Mahagonibeplankung erst nach dem Einbau der Scheiben geschliffen, versiegelt und lackiert werden kann.
Das überleben aber die Acrylgläser sicher nicht, ohne einige Kratzer, Verunreinigungen oder sonstige Schäden davonzutragen.

Die Alternative, die Mahagoni-Fensterbänke nach der Rumpf-Oberflächenbehandlung einzubauen würde aber bedeuten, dass sichtbare Trennlinien zwischen Rumpfbeplankung und Mahagoni-Fensterbänke entstehen. Das stört die glatte Rumpfoptik aber sicher gewaltig.


Wie schaffe ich es nun, den Rumpf inklusive Fensterbänke fertig zu schleifen, versiegeln, lackieren, .... und dann erst die Gläser einzusetzen? 

 

Hedonist - Fensterband Scheibeneinbau
Hedonist - Fensterband Scheibeneinbau

 

Die Lösung sieht folgendermaßen aus (Danke Andreas Riedl für den Tipp): 
Der Schlitz für die Fenstergläser wird in der oberen Verkleidung so tief ausgeführt, dass das Glas so weit eingeschoben werden kann, dass es über die untere Verkleidung gehoben und in den unteren Schlitz eingeführt werden kann.
Die Zeichnung soll das erklären.


 

 Das bedeutet, dass der obere Schlitz auch in die Unterbeplankung eingearbeitet werden muss. Ich hoffe die 2mm zusätzliche Tiefe genügen.

Auf den Fotos seht ihr, wie die Verkleidungssegmente entstanden.

So entstand die obere Verkleidung aus zwei Sperrholzteilen die in einem Abstand (= Glasstärke + Lack + Toleranz) mittels Hilfsleiste verklebt wurden.
Erschwerend kommt dazu, dass dieser Schlitz gebogen ist (parallel zu Rumpfkrümmung).
Also viel Messen, Ausloten, Messen, Probieren, ...

Hedonist - Fensterbandverkleidung
Hedonist - Fensterbandverkleidung
Hedonist - Fensterbandverkleidung
Hedonist - Bau der Decksauflage
Hedonist - Fensterbandverkleidungen einkleben
Hedonist - Fensterbandverkleidungen
einkleben

 

Hedonist - Fensterband fertig verkleidet
Hedonist - Fensterband fertig verkleidet

 

Und so sieht der Schlitz in der oberen Unterbeplankung dann fertig aus.

 

 


 


Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

Zum Teil 1 (Kapitel 1 - 10) 
Zum Teil 2 (Kapitel 11 - 20)
Zum Teil 3 (Kapitel 21 - 30)

Zu den Fotos

 

H. Pink