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Kapitel 16: Hedonist Hardtop - Das Badedeck am Heck

 

Jedesmal wenn ich in meine Werkstatt gehe, stehe ich vor der Hedonist und überlege:
Was muss ich noch an technischem Innenleben einbauen, bevor der Rumpf mit der Unterbeplankung - an dieser Stelle - verschlossen wird?
Welche Stromleitungen müssen vorher verlegt werden?
Wie sind die Baugruppen voneinander abhängig und in welcher Reihenfolgeam muss ich sie bauen?

So passiert es, dass ich mit einer Baugruppe beginne und dann wieder abbreche, da vorher dies und das .... 
Ein Hoch den Baukastenmodellen!
Da merkt man erst, wieviele Überlegungen, Prototypen und technische Detaillösungen in einem Baukasten stecken.

Nach dem Einbau des Antriebes habe ich ihn wieder so weit als möglich entfernt, damit er beim Weiterbau nicht behindert bzw. verdreckt.

 Das Badedeck:

Jetzt kommt die heckseitige Badeplattform an die Reihe.
Eigentlich ist es ein tief liegendes Deck, welches nach vorne in die Stufe zum Hauptdeck übergeht.
Eine Eigenheit liegt dabei darin, dass dieses Deck bei schneller Fahrt oder plötzlichen Stopps vom Wasser überflutet wird.
Auch auf den Originalfotos ist dieser Decksteil vollgespritzt.
Daher ist absolute Dichtigkeit angesagt. Der Decksteil muss aber zu öffnen sein, da ich zur darunterliegenden Anlenkung der Jets gelangen muss.

Hier seht ihr zwei Fotos des Originals:

Hedonist - Das Badedeck wird nass
Hedonist - Das Badedeck wird nass

Hedonist - Das Badedeck wird nass
Hedonist - Das Badedeck wird nass

 

 

Hedonist - Abdichtung Deck
Hedonist - Abdichtung Deck

Bezüglich Dichtigkeit verwende ich das selbe Prinzip wie beim Hauptdeck:
Das Deck mit einer Sülleiste (nach unten) greift in ein U-Profil, welches abgedichtete wird. Siehe Skizze vom Hauptdeck.

 

 

Hedonist - Abdichtung Deck
Hedonist - Abdichtung Deck

Hedonist - Abdichtung des Badedecks
Hedonist - Abdichtung des Badedecks

Um das Deck in das U-Profil zu pressen, wird es vorne mit Befestigungsdübeln im Spant fixiert.
Am hinteren Ende wird das Deck von der Rumpfunterseite niedergeschraubt.
Die M3-Niro-Schrauben werden durch ein Messingrohr von unten eingegeführt, das durch den Rumpf führt.
Das Messingrohr endet aber ca. 2mm vor der am Deck verklebten Mutter.
Dieser 2mm Spalt dient als Aufnahme für die Schraubendichtung.
Auf die "eingeführten" Schrauben wird ein 3mm langes Stück Silikonschlauch aufgeschoben.
Dieser Schlauchteil verhindert, dass die Schrauben bei offenem Deck durchrutschen, auf den Boden fallen und verloren gehen.
Im geschlossenen Zustand wird der Silikonschlauch zwischen Decksmutter und Messingrohr eingequetscht und dichtet die Verschraubung ab.

 

 

Hedonist - Badedeck Befestigung
Hedonist - Badedeck Befestigung

Das Foto zeigt die Löcher für die Dübel und am hinteren Ende die Messingrohre für die Schrauben, die von unten reinkommen.

 

 

 

Hedonist - Badedeck Grundplatte
Hedonist - Badedeck Grundplatte

Und hier ist die Decksgrundplatte am Rumpf "bombenfest" fixiert.
Die Platte wird noch in ein fix verklebtes Decksteil und die Decksöffnung unterteilt. Mittels Sägeschnitt mit einer hauchdünnen Japansäge.

 

 

Kommentare  

#2 Guest 2020-01-21 10:16
Antwort zu Eintrag von Max:
Als Kleber für die Leuchtschnüre wurde der Tacky Kleber verwendet. Erhältlich bei Krick, Bauer Modelle, ....

Der Durchmesser meiner Leuchschnüre ist 1,8mm

Leuchtschnüre können beliebig gekürzt werden.

Herbert
#1 Guest 2020-01-16 20:16
Mit welchem Kleber wurden die Leuchtschnüre eingeklebt damit Keine Schaden an der Leuchtschnur entsteht?? (wie bei eventuell Superkleber oder ähnlichem).
Welchen Durchmesser hat den die Leuchtschnur??
Können die Leuchtschnüre denn gekürzt oder verlängert werden??

Danke für die Info und Hilfe im voraus.

Mäx aus Kärnten