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Hedonist Hardtop
  Eine Mahagoni Superyacht
(Teil 3: Kapitel 21 - 30)

Hedonist Hardtop

Ein Bericht über das Schiffsmodellprojekt von Herbert Pink.

Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

 


 

Hedonist Hardtop:    21. Die Rumpfbeplankung II

 

 

Vor der Edelholzbeplankung mit Mahagoni musste ich noch die Stecker für das Hardtop in die Rumpfseitenwand einbauen und dann diese innen mit der Grundbeplankung versehen.

 

Hedonist - Rumpf-Grundbeplankung innen mit Ceiba-Sperrholz
Hedonist - Rumpf-Grundbeplankung innen
mit Ceiba-Sperrholz

Hedonist - Rumpfbeplankung innen mit Mahagoni
Hedonist - Rumpfbeplankung innen
mit Mahagoni

Jetzt konnte mit der Rumpfbeplankung fortgesetzt werden.

Zuerst wird die Rumpseitenwand innen mit einer Grundbeplankung und dann mit Mahagoni versehen.

 

 

Bei der Verklebung der Innenwände mittels Harz leisten die alten Bleiakkus zum Beschweren/Pressen gute Dienste.

Die Bleiakkus tauchen auf vielen meiner Bilder auf, da ich sie für alle möglichen Stabilisierungen, Beschwerungen und Fixierungen verwende. Einfach in den Rumpf gelegt, stabilisieren sie diesen in gewünschter Seitenlage oder verhindern ein leichtes Verrutschen desselben

 

Hedonist - Rumpfbeplankung am Heckbereich
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heckbereich
mit Mahagoni-Brettern

Hedonist - Rumpfbeplankung am Heckbereich mit Mahagoni-Brettern
Hedonist - Rumpfbeplankung am Heckbereich
mit Mahagoni-Brettern

Auch im Heckbereich wurde die Mahagonibeplankung aufgebracht.
Da es sich hier um gerade Flächen handelt, konnten mit ganzen Mahagonibrettchen gearbeitet werden.

 

 

 

Hedonist - Beplankung am vorderen Deck mit Mahagonileisten
Hedonist - Beplankung am vorderen Deck
mit Mahagonileisten

Hedonist - Beplankung am vorderen Deck mit Mahagonileisten
Hedonist - Beplankung am vorderen Deck
mit Mahagonileisten

Im Gegensatz zum Heck muss im Bugbereich mit schmalen Leisten gearbeitet werden.
So entstand die Mahagonibeplankung der vordenen Bordwand aus 4mm Mahagoni-Leisten.

 

 

Decksbelegung des vorderen Decks:

Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks
Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks

Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks
Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks

Das seitliche Deck wird mit 3mm Ahornplanken belegt.

Zwischen den Ahornleisten werden dünne Mahagonistreifen aus 0,6mm Furnier eingelegt um die Kalfaterung zu imitieren.

Außen bildet eine 4mm Mahagoniplanke den Abschluss zur Rumpfseitenwand.

 

 

Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks
Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks

Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks
Hedonist - Beplanken des seitlichen Vorderdecks

Auch auf der zweiten Seite wurde das Deck belegt.
Danach gab es einen groben Schliff und eine erste Versiegelung mit Eposeal.

 

 

 


 

Hedonist Hardtop:    22. Das Kabinendeck

 

Einbau der Deckenbeleuchtung der Kabine:

 

Hedonist - Original Kabinendecke mit der Beleuchtung
Hedonist - Original Kabinendecke
mit der Beleuchtung

Hedonist -  Deckenleuchten des Kabinendecks
Hedonist - Deckenleuchten des Kabinendecks

Bei einem Besuch bei Rainer erhielt von ihm die Deckenlampen für die Kabine.
Herzlichen Dank!

Die Deckenleuchten bestehen (analog zum Original) aus jeweils 3 Lampen. Im Modell sind es 3 SMD-Leds (warme Lichtfarbe) die zu einer Leuchtengruppe auf einer Mini-Platine zusammengelötet wurden.
Die LEDs werde ich mit geringem Strom betreiben, um die Leuchtkraft auf das richtige Maß zu reduzieren.
Der geignete Strom bzw. der richtige Vorwiderstand wird erst bei der Fertigstellung der Kabine eingestellt.
Hier seht ihr die Deckenleuchten im Original und die winzigen Lampen für's Modell. Zum Größenvergleich eine 1 Euro Münze beigelegt.

 

Hedonist - EInbau der Kabinen-Deckenbeleuchtung
Hedonist - Einbau der Kabinen-
Deckenbeleuchtung

Hedonist -  Probe der Deckenleuchten des Kabinendecks
Hedonist - Probe der Deckenleuchten
des Kabinendecks

Die ersten Leuchten habe ich gleich in die Kabinendecke eingebaut.
Zur Befestigung und zur Verhinderung einer Licht-Abstrahlung nach oben, habe ich über die Leuchten ein Brett mit einer entsprechenden Nut geklebt.
Hier seht ihr den Einbau und die Verkabelung.
Dann gab es ein erstes Probeleuchten.

Die Leuchten sind noch mit einem Transparent-Klebeband vor Verunreinigungen geschützt. Sie werden nach der Deckenlackierung noch mit einem Chrom-Rahmen eingefasst.

 

 

Grundbeplankung des Kabinendecks:

 

Hedonist - Grundbeplankung Kabinendeck fertigstellen
Hedonist - Grundbeplankung Kabinendeck
fertigstellen

Hedonist - Grundbeplankung Kabinendeck fertigstellen
Hedonist - Grundbeplankung Kabinendeck
fertigstellen

Nachdem die Elektro-Installation in der Hohldecke der Kabine fertig war, konnte das Kabinendeck mit der Unterbeplankung geschlossen werden.
Erst jetzt habe ich die Aussparung für das Kabinenfenster im Deck vollständig ausgeschnitten. Vorher traute ich mich nicht die Decksspanten durchzutrennen, da ich befürchtete, dass sich die Kabinendecke verziehen könnte.

 

 

 

Edelholzbeplankung des Kabinendecks:

 

Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck
Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck

Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck
Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck

Begonnen habe ich mit den Randplanken/-leisten.
Die Randleisten zum Kabinenfenster wurden 3mm versetzt aufgeklebt. Dieser 3mm Rand dient zur Verklebung des Acrylglases.
Das 1mm Acrylglas + doppelseitiges Klebeband ergibt ziemlich genau die Beplankungsstärke (1,5mm Arhornfurnier abzüglich Grob-/Feinschliff), so dass im Endausbau die Glasscheibe bündig mit dem Holzdeck abschließen sollte.
Die Kleberänder sind grob gespachtelt. Sie werden noch schwarz eingefärbt, damit sie beim dunkelgrauen Fensterglas nicht durchscheinen.

Danach kamen noch die Randleisten zur schrägen Fläche des Decks drauf.

Dann wurde der waagrechte, innere Decksteil mit Ahorn/Mahagoni-Planken belegt.
Das Verlegemuster habe ich möglichst originalgetreu ausgeführt.

 

 

Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck
Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck

Nun kam der schräge, gebogene Teil mit der Trennfuge dran.
Zuerst habe ich außen (fixer Rumpfteil) mit Mahagonistreifen belegt.
Passend dazu wurde die Ahorn-Randleiste des abnehmbaren Deckteils angeklebt.
Am Foto seht ihr, wie in bewährter Manier die Decks-Trennfuge mit Klebeband vor unerwünschten Verklebungen geschützt wurde.

 

 

Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck
Hedonist - Edelholzbeplankung Kabinendeck

Der schräge Decksteil wurde nun zwischen den Randleisten mit den Edelholzplanken belegt.
Das ging leichter bei abgenommenen Deck. Das Deck ist schon so stabil, so dass es sich nicht mehr verziehen sollte.
Die Herausforderung war dabei, dass bei jeder Planke lange spitz zulaufende Passungen - manchmal sogar an beiden Enden - notwendig waren.

 

 

Hedonist - Verschleifen der Edelholzbeplankung am Kabinendeck
Hedonist - Verschleifen der Edelholzbeplankung
am Kabinendeck

Hedonist - Verschleifen der Edelholzbeplankung am Kabinendeck
Hedonist - Verschleifen der Edelholzbeplankung
am Kabinendeck

Nachdem die Planken aufgebracht waren, wollte ich die schrägen Flächen verschleifen.
Da rannte ich in das Problem, dass ich exakt bis zum Knick zum waagrechten Teil schleifen durfte.
Mit dem Schleifklotz einmal 1mm drübergefahren und man hat eine Schleifgrube im waagrechten Decksteil.
Meine Lösung war, dass ich mit meiner Schleiffeile - eines meiner meistgenutzten Werkzeuge - geschliffen habe.
Das waagrechte Deck habe ich mit Abdeckband und mit einer Eisenspachtel geschützt.
Das Foto soll das andeuten. Die zweite Hand hält natürlich die Spachtel, statt dem Fotoapparat.
Für den letzten Schliff des Knicks habe ich ein kleines, angeschrägtes Holzstück mit Schleifpapier beklebt.

 

 

Hedonist - Kabinendeck mit Edelholz beplankt
Hedonist - Kabinendeck mit Edelholz beplankt

Hedonist - Kabinendeck mit Edelholz beplankt
Hedonist - Kabinendeck mit Edelholz beplankt

 

So sieht das fertig belegte Kabinendeck aus.
Es ist grob geschliffen und mit einer ersten Harz-Versiegelung geschützt.

 

 

 


 

Hedonist Hardtop:    23. Das Hardtop I

 

Jetzt kommt ein schwieriger Bauabschnitt: Das Hardtop!

Die vier Goldkontaktstecker zur Fixierung des Hardtops sind in der Bordwand verbaut.
Der Rumpf ist soweit beplankt, dass alle Auflagen mit ihren entgültigen Maßen vorliegen.

Um das Hardtop genau zu platzieren, benötige ich neben den vier Befestigungspunkten am Rumpf, auch einen Anhaltspunkt beim Dach.
Das Hinaufmessen von den Befestigungspunkten zum Dach ist bei den schrägen und gebogenen Linien nicht exakt möglich.
Daher habe ich mit Klammern und Leisten ein Gerüst aufgebaut, mit dem der zentrale Dach-Spant des Hardtops genau positioniert und festgeklemmt wurde.

Von diesem Dachspant gehen die beiden Längsträger in einem Bogen bis zur vorderen Auflage.
Diese Längsträger sind das tragende Element des Daches und müssen die Formstabilität des Hardtops gewährleisten. Daher habe ich sie aus mehreren Lagen dünnen Flugzeugsperrholz verleimt. So erreichte ich eine wesentlich höhere Festigkeit, als wie bei einem normalen 6mm Sperrholz.

 

 

Hedonist - Konstrukiotn des Hardtops
Hedonist - Konstrukiotn des Hardtops

Zwischen die Längsträger kommen die Spanten des Daches. Im Bereich der großen Frontglasscheibe sind diese Spanten in rechtes und linkes Segment geteilt. Für den Aufbau und genaue Ausrichtung werden sie mit Leisten verbunden, welche später wieder herausgebrochen werden.

 

 

Hedonist - Hardtop Stützenkonstruktion
Hedonist - Hardtop Stützenkonstruktion

Nach der Positionierung des vordere Grundgerüstes, passte ich die beiden hinteren Steher/Stützen ein.
Mit diesen habe ich schon vor einiger Zeit herumprobiert, so dass ich bereits Rippen und Seitenteile dieser Stützen mit ihren groben Abmessungen hatte.
Trotzdem habe ich lange gebraucht, bis die ersten Teile der Stützen eingepasst und am Hardtop (noch punktuell) angeklebt worden sind.

 

 

Hedonist - Hardtop Grundgerüst
Hedonist - Hardtop Grundgeüst

Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung
Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung

Somit hatte ich ein Grobgerüst vorliegen. Jetzt ging es an die Stabilisierung desselben mit Segmenten der Grundbeplankung und dem sicheren, stabilen Verbinden der hinteren Stützen mit dem Grundgerüst.
Vor den Beplankungen des Hardtops habe ich die entsprechenden Verdrahtung für die Beleuchtungen eingezogen.
Solche Drähte/Leitungen fixiere ich im Inneren der konstruktion immer mit einzelnen Tropfen Superkleber. So können sie im fertigen Zustand nicht herumfliegen und klappern.

 

Dann kamen die ersten Segmente der Oberseite des Daches dran.
Übrigens: Das Aufkleben von Beplankungselementen, Versteifungen und sonstigen konstruktiven Elementen erfolgt immer wenn das Hardtop am Rumpf befestigt ist. So kann es sich nicht verziehen und wird in der gewünschten Form immer stabiler.

In der Mitte des Daches werden alle Leitungen des Daches und des Radarmastes zusammengeführt und verschaltet.
Für eine spätere Erreichbarkeit, kommt an der Unterseites ein verschraubbarer Deckel.

Hedonist - Hardtop Verkleidung
Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung

Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung
Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung

Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung
Hedonist - Hardtop Verstärkung/Verkleidung

 

 


 

Hedonist Hardtop:    24. Das Hardtop II

 

Hedonist - Hardtop Stützen verkleiden
Hedonist - Hardtop Stützen verkleiden

Hedonist - Hardtop Stützen verkleiden
Hedonist - Hardtop Stützen verkleiden

Weiter gings mit dem Hardtop.
Auf der Oberseite wurden die Anschlüsse an die hinteren Stützen verkleidet. Vorher habe ich aber noch zwei kleine Spanten eingebaut, um den Übergang vom Dach zu den Stützen möglichst stabil hinzubekommen.

 

 

Hedonist - Am Hardtop seitliche Streben verkleiden
Hedonist - Am Hardtop seitliche Streben
verkleiden

 

Jetzt ging es weiter nach vorne.
Zuerst kam die Beplankung auf die Ober- und Unterseite an die seitlichen Streben.

 

 

Hedonist - Hardtop seitliche Leimbinder an den Streben
Hedonist - Hardtop seitliche Leimbinder
an den Streben

Hedonist - Hardtop seitliche Streben mit Leimbinder
Hedonist - Hardtop seitliche Streben
mit Leimbinder

Außen an den seitlichen Streben ist ein längslaufender Absatz, in den später ein verchromter Handlauf kommt.
Im Sinne der Stabilität machte ich keinen Einschnitt in die Beplankung, sondern klebte außen an die Längsträger einen niedrigeren "Leimbinder".
Dieser "Leimbinder" entstand aus fünf Schichten Sperrholz, die nacheinander im Bogen an den Längsträger und die Beplankung geklebt wurden.
So erhielt ich neben dem Absatz für den Handlauf auch eine super Verstärkung der filigranen Konstruktion.

 

 

Hedonist - Hardtop  verkleiden
Hedonist - Hardtop verkleiden

Hedonist - Hardtop  verkleiden
Hedonist - Hardtop verkleiden

Dann wurde auch die restlichen Flächen mit Sperrholz verkleidet.
An der Unterseite des Daches kam ein verschraubbarer Deckel um die Verkabelung zu erreichen.

 

 

Jetzt kommt die Edelholzbeplankung, die allerdings teilweise zu sehen sein wird.
Ich ziehe die Mahagonibeplankung auch auf jene Dachteile die später lackiert werden.
Das hat den Vorteil, dass automatisch vertiefte Klebestreifen für die Glasscheiben entstehen, wenn die Maha-Beplankung einen 4mm Streifen frei lässt.
So können die Glasscheiben ziemlich bündig zur Dachoberfläche verklebt werden. 

 

Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleiden
Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleiden

Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleiden
Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleiden

 

 

Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleidet
Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleidet

Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleidet
Hedonist - Hardtop mit Mahagoni verkleidet

 

 


 

Hedonist Hardtop:    25. Das Hauptdeck

 

 

Hedonist - Hauptdeck Grundplatte
Hedonist - Hauptdeck Grundplatte

 

Weiter geht es mit dem Rohbau. Das nächste Teil ist das Hauptdeck.

Hier seht ihr die Sperrholzgrundplatte des Hauptdecks.
In die Öffnung kommt das Beiboot der Hedonist.
Auf der Unterseite sind der "verkehrte" Sülrand und einige Leisten aufgeklebt damit die Sperrholzplatte eine Stabilität bekommt und sich nicht verzieht.

 

 

Hedonist - Runde Planken des Hauptdecks
Hedonist - Runde Planken des Hauptdecks

Hedonist - Runde Planken des Hauptdecks
Hedonist - Runde Planken des Hauptdecks

Jetzt geht es an die Beplankung des Decks.
Wie aus der Skizze hervorgeht, hat die Hedonist Bodenklappen mit runden Ecken in das Deck eingearbeitet.
Das Verkompliziert die Verlegung der Planken mit der Kalafaterung doch um einiges.
Die Rundungsplanken habe ich aus der Ahorn-Furnier gebohrt (mit passendem Stufenbohrer) und dann mit einer feinen Goldschmiedelaubsäge ausgesägt.
So erhielt ich die runden Plankenstücke.
Da die filigranen Holzstücke leicht brechen, habe ich einige in Reserve ausgesägt.

 

Hedonist - Hauptdeck beplanken
Hedonist - Hauptdeck beplanken

Hedonist - Hauptdeck beplanken
Hedonist - Hauptdeck beplanken

Dann begann ich von der Mitte beginnend das Deck mit den Planken zu belegen.
Hier sieht man auch schon die ersten, abgerundeten Bodenklappen.

 

Die Belegung des Decks mit einzelnen Planken ist bei dieser geringen Plankenbreite ein gewaltiger Aufwand.
Da muss man wirklich überlegen, ob nicht eine ganze Ahorn-Furnierplatte mit aufgezeicheten Trennfugen fast den gleichen Effekt erzielt, aber um Dimensionen weniger Arbeit verursacht.
Aber jetzt habe ich so damit begonnen und werde es auf diese Art fertig machen.

 

Noch ein Zusatz:
Von Kollegen bin ich gefragt worden, wie ich denn die dünnen Furnierstreifen für die Kalafaterung schneide.
Diese Leisten sind aus 0,6mm Mahagonifurnier in einer Breite zwischen 1,5 bis 2mm.
Ürsprünglich haben Roman und ich überlegt, die Streifen mit eine Schlagschere für Papier- oder Kartonzuschnitte zu schneiden. Da ich aber keine geeignete Schlagschere in meinem Bekanntenkreis fand, schnitt ich die Leisten mit einem Cuttermesser.

 

Hedonist - Leisten schneiden für Decksbeplankung
Hedonist - Leisten schneiden
für Decksbeplankung

Das Stahllineal habe ich mit 2 Furnierreststücken auf eine Schnittunterlage gespannt.
Das Furnierblatt wird unter dem Lineal durchgeschoben und klemmt schon von selbst recht gut.
Dann das Lineal noch zusätzlich mit der Hand niedergedrückt und mit dem Cuttermesser die Furnier durchschnitten.
Wichtig dabei ist, dass das Cuttermesser sehr scharf ist und nur mit leichtem Druck geschnitten wird. Lieber 2-3 mal das Messer drüberziehen. Wenn man fester drückt wird die Furnier nicht sauber geschnitten sondern vom Messer "gesprengt" und das Holz bricht entlang des natürlichen Fasernverlaufs.

 

Beim Deck habe ich Planke für Planke, Fugenleiste für Fugenleiste angepasst und aufgeklebt. Eine Sisyphusarbeit!

Seitlich im Bereich des Fensterbandes erweitert sich das Hauptdeck bis in die Mitte der Rumpfseitenwand als Fensterlaibung.
Die seitlichen Teile des Hauptdecks in der Rumpfseitenwand müssen vom mittleren Decksteil getrennt werden, sonst kann man das Deck nicht aus dem Rumpf herausnehmen.

Damit die Beplankung mit den ihren Fugen von Hauptdeck und Seitenteilen zusammenpasst, habe ich die diese mit dem mittleren Hauptdeck mitbeplankt und später mit der Säge wieder abgetrennt.

 

 

Hedonist - Hauptdeck - Sietenteile beplanken
Hedonist - Hauptdeck - Sietenteile beplanken

Hedonist - Hauptdeck beplanken - Seitenteile wieder abtrennen
Hedonist - Hauptdeck beplanken -
Seitenteile wieder abtrennen

Auf dem Foto sieht man, wie das Hauptdeck seitlich erweitert und beplankt wurde.
Dann drehte ich das Deck um und trennte mit einer feinen Säge die seitlichen Teile wieder vom mittleren Teil ab.

 

Hedonist - Hauptdeck beplankt mit Seitenteile
Hedonist - Hauptdeck beplankt mit Seitenteilen

 

 

Hier das fertige Hauptdeck und die vier seitlichen Decksstücke, die in die "Fensterlaibung" des seitlichen Fensterbandes in die Bordwand ragen.

 

Hedonist - Beplankte Hauptdeck im Rumpf
Hedonist - Beplankte Hauptdeck im Rumpf

 

 

Das fertige Hauptdeck im Rumpf.

 

Hedonist - Hauptdeck eingelegt mit Seitenteilen
Hedonist - Hauptdeck eingelegt mit Seitenteilen

Hedonist - Deck-Seitenteile - Hauptdeck herausgenommen
Hedonist - Deck-Seitenteile -
Hauptdeck herausgenommen

 

Und hier noch das Detail der Decks-Seitenteile in der Fensterlaibung des Rumpf-Fensterbandes.
Mit eingelegtem und herausgenommenen Mitteldeck.

 

 


 

Hedonist Hardtop:    26. Der Bootshangar

 

Der Bootshangar ist auf dem Hauptdeck angebracht und dient zur Unterbringung des Mini-Beobootes der Hedonist. Zum Rein-/Rausbugsieren des Beibootes lässt sich der Bootshangar nach oben klappen.

Auf der Oberseite des Hangars ist eine gepolsterte Liegeflächen angebracht.  Davor, Richtung Bug, befindet sich eine Sitz-/Liegekombination mit einer kleinen Bar.

 

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

 Nach Plan wurden die Teile für den Bootshangar ausgeschnitten und Schritt für Schritt zusammengeklebt.


Am Foto seht ihr wieder meine alten Bleiakkus als Fixier- und Beschwerungswerkzeug im Einsatz.


Um eventuell das Beiboot unterzubringen, habe ich beim Hangar keine durchgehenden Spanten verbaut, sondern den Innenraum möglichst frei gehalten. Das hat einen stabilen Aufbau natürlich etwas erschwert.

 

 

Hedonist - Bau des Bootshangars und der Liegefläche
Hedonist - Bau des Bootshangars
und der Liegefläche

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Jetzt kam die Sitz- und Liegekombination an die Reihe.
Am zweiten Foto seht ihr, wie die gesamte Einheit auf das Hauptdeck plaziert werden wird.
Das spitze Ende des Hangars wurde mit Sperrholz stabilisert und dann mit Balsholz ausgeformt.
Mit Folienstift habe ich die Konturen des Holzes eingezeichnet. Leider ist der Stift vom Balsaholz aufgesaugt worden und die Striche sind verlaufen. Macht aber nichts, da kommt Blech bzw. Mahagoni drüber.

 

Jetzt kam die Mahagonibeplankung an die Reihe.
Die Oberseite des Hangars und teilweise auch bei der Liegecouch wurde mit der Ahorn/Mahagoni-Decksbeplankung versehen.

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

 

 

 

Hedonist - Bau des Bootshangars und der Liegefläche
Hedonist - Bau des Bootshangars
und der Liegefläche

Der bewegliche Teil des Bootshangars ist mit drei Scharnieren am Fixteil befestigt.
Diese Scharniere fertigte ich selbst, damit sie im Maßstab und Aussehen dem Original entsprechen.
Das Foto zeigt den Bau der Scharniere. Sie müssen jetzt noch poliert und verchromt werden.

Die Messing-Achse ist mit Hammerschlägen an einem Ende leicht gestaucht. So kann die Achse nicht durchrutschen.


 

 

 

Die beiden Teile des Bootshangars werden nun mit den Scharnieren verbunden und der Fixteil wird mit dem Hauptdeck verschraubt. Jetzt kann der bewegliche Teil des Bootshangars auf- und zugeklappt werden. Zur Führung beim Öffnen und zur Stabilisierung in der geschlossenen Position dienen zwei gebogene Leisten am Deck.

Hedonist - Bau des Bootshangars und der Liegefläche
Hedonist - Bau des Bootshangars
und der Liegefläche

Hedonist - Bau des Bootshangars und der Liegefläche
Hedonist - Bau des Bootshangars
und der Liegefläche

Hedonist - Bau des Bootshangars und der Liegefläche
Hedonist - Bau des Bootshangars
und der Liegefläche

 

 

 

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Nun wird heckseitige Abschluss des Bootshangars fertig gestellt.
Das Heckende wird durch eine verchromte Einfassung geschützt und optisch aufgewertet.
Ich klebte dünnen Karton an das Heck, um Schablonen für das Blech zu erhalten.
Am zweiten Foto seht ihr bereits das vorbereitete Heck und die zugeschnittenen und gebogenen Messingblechteile.

 

 

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Hedonist - Bau des Bootshangars
Hedonist - Bau des Bootshangars

Nach einigen Punktverlötungen nahm ich den Blechkorpus herunter und verlötete den Rest.
Auch hier galt, nur ganz kurze Lötzeiten mit einem starken Lötkolben, damit die Punktlötungen nicht aufgehen.
Am Foto seht ihr den Hangar-Abschluss mit dem grob poliertem Blechteil.

 

 

 


 

Hedonist Hardtop:    27. Das Cockpit I

 

So, jetzt geht es an den Fahrstand bzw. an das Cockpit.
Das Cockpit ist zentral in der Mitte angeordnet. Links und rechts daneben sind gebogene Glasschiebefenster/-türen zur vorderen Kabine.

 

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

Hier zwei Fotos von dem Cockpit mit dem überfüllten Armaturenbrett.
Das erste Foto ist von einer offenen Hedonist ohne Hardtop.

 

 

Der Bau beginnt mit der Cockpitplattform. Auf dieser Plattform wird der Fahrstand mit den beiden Sesseln montiert.
Ein in Form geschnittenes Sperrholzbrett dient als Basis. Es wird mit Ahorn/Mahagonie-Leisten belegt und auf dem Hauptdeck positioniert.

Hedonist - Die Cockpitplattform
Hedonist - Die Cockpitplattform

Hedonist - Die Cockpitplattform
Hedonist - Die Cockpitplattform

Hedonist - Die Cockpitplattform
Hedonist - Die Cockpitplattform

 

 

Hedonist - Die Cockpitplattform
Hedonist - Die Cockpitplattform

Für die Instrumentenbeleuchtung wird ein Steckkontakt vom Cockpitpodest durch das Hauptdeck in den Rumpf eingebaut.

 

 

 

Wie vieles auf diesem Schiff sind auch diese Seitenwände kompliziert gestaltet.
Die Seitenwände werden nach vorne hin immer dicker. Im mittleren Bereich ist eine Ausnehmung für einen Handlauf eingearbeitet.

Eine Seitenwand besteht aus einer 4mm und einer 2mm Sperrholzplatte.
Zwischen die beiden Sperrholzplatten werden schmal auslaufende Keile geklebt, um die dünne Sperrholzplatte in die notwendige Krümmung zu zwingen.
Dann werden die beiden Serrholzplatten zusammengeklebt, wobei die äußere, dicke Platte auf einen geraden Untergrund gespannt wird. Die äußere Wandseite soll gerade bleiben und nur innen eine Krümmung entstehen.

Am dritten Foto habe ich die Roh-Seitenwände im Rumpf platziert, damit man sieht, wo sie hinkommen.

Hedonist - Die Cockpitseitenwände
Hedonist - Die Cockpitseitenwände

Hedonist - Die Cockpitseitenwände
Hedonist - Die Cockpitseitenwände

Hedonist - Die Cockpitseitenwände
Hedonist - Die Cockpitseitenwände

 

 

An den Seitenwände wurde die Ausnehmung für den Handlauf eingearbeitet und dann mit der Mahagoni-Beplankung begonnen.

Gleichzeitig begann ich mit dem inneren Cockpitkasten.
Der ist, wie kann es anders sein, wieder ziemlich kompliziert geform.
Die Frontseite ist gekrümmt und zusätzlich das obere Drittel noch zum Steuermann hin geneigt.
Über ein Rundung (ebenfalls gebeogen) geht es in das Armaturenbrett über, welches in mehrere Segmente mit unterschiedlichen Neigungen unterteilt ist.
Auf den Fotos sieht man, wie das Grundgerüst entstand und wie es zwischen den Seitwänden plaziert wird.

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

 

 

Der innere Teil des Cockpits wurde mit der Unterbeplankung der geschwungenen und gebogenen Vorderfront versehen.
Danach kamen die Cockpit-"Tischplatten" und am Schluss der runde Übergang zwischen Tischplatte und Vorderfront.

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

Hedonist - Der Cockpitkasten
Hedonist - Der Cockpitkasten

 

 

Jetzt wurde die Tischplatte und Vorderfront mit Mahagoni verkleidet.
Der geschwungene Übergang in der Vorderfront wurde mit glänzender Chromfolie hinterlegt.
Die Rundung zur Tischplatte habe mit 1,5mm Furnierstreifen belegt.

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

 

 


 

Hedonist Hardtop:    28. Das Cockpit II

 

 

Hedonist - Das Cockpit
Hedonist - Das Cockpit

Jetzt probierte ich, wie das Cockpit mit aufgesetztem Hardtop wirkt/passt.

 

 

 

Hedonist - Cockpiteinbau
Hedonist - Der  Cockpiteinbau

Hedonist - Cockpiteinbau
Hedonist - Der Cockpiteinbau

Nun kam die "Hutablage" an die Reihe, die ich leider teilen müssen.
Als Hutablage bezeichnen wir im Auto die vordere Abdeckung des Armaturenbrettes bis zur Windschutzscheibe. Keine Ahnung, wie das bei den Schiffen heißt.

Der vordere Teil der Hutablage wird mit dem Hardtop abgenommen und muss aber trotzdem genau mit dem Cockpit fluchten.
Diese Teilung brauchte ich, damit das Hardtop eine stabile Querverbindung behält.

 

 

Hedonist - Cockpiteinbau
Hedonist - Der  Cockpiteinbau

Zu guter Letzt noch ein Blick aus der Sicht der Passagiere.

 

 

 

Hedonist - Cockpit -Getränkehalter
Hedonist - Cockpit -Getränkehalter

Hedonist - Cockpit -Getränkehalter
Hedonist - Cockpit -Getränkehalter

Für den Komfort des Steuermannes dient ein Getränkehalter, der zwischen den beiden Sitzen angebracht wird.
Die Edelstahleinlässe entstehen aus Kugelschreiberhülsen.

 

 

Auf beiden Seiten des Cockpits sind gebogenen Fenster angebracht, die das Hauptdeck zur vorderen Kabine abgrenzen. Das rechte Fenster ist gleichzeitig als Schiebetüre ausgeführt, durch welche die Kabine betreten werden kann.

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Die Holzrahmen für die Fenster werden mit dem Cockpit abgenommen. Daher müssen die filigranen Holzteile möglichst stabil gebaut werden. Noch dazu geben sie die Form der gebogenen Scheiben vor.

Begonnen habe ich mit den beidseitigen Fensterlaibungen. Wegen der Stabilität verwendete ich Flugzeugsperrholz.
Oben und unten kommen die Querträger und dazwischen ein Abstandshalter für eine genau parallele Verklebung.

 

 

 

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Die Sperrholzgrundkonstruktion wurde auf allen sichtbaren Seiten mit Mahagoni funiert.
Die Richtung der Holzmaserung ist dabei passend zum Cockpit und zu den Seitenwänden ausgerichtet

 

 

 

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Und so sehen die beiden Rahmen für Fenster bzw. Schiebetüre im Modell aus.
Analog zum Cockpit wurde auch die "Hutablage" vervollständigt.

 

 

 

Jetzt kamen die Messingrahmen der Fenster an die Reihe.
Die Messingrahmen entstehen aus 3,5mm Streifen eines 0,5mm Messingblechs.


Ein kleiner Sidestep:
Um sauber geschnittene Messingstreifen zu erhalten, habe ich auf der kleinen Proxxon-Kreissäge das Messingblech mit einer Trennscheibe geschnitten.
Mit der Trennscheibe erhält man im Gegensatz zum Metallsägeblatt wesentlich sauberere Schnittkanten. Außerdem gibt es mit der Trennscheibe kein Verkanten.
Als kleine Verbesserung der Säge habe ich einen Holzrest mit der Trennscheibe eingeschnitten und auf der Kreissäge mit Klebeband fixiert. (siehe Foto)
So gibt es praktisch keinen Zwischenraum zwischen der Sägeauflage und der Trennscheibe, so dass eine exaktere Führung möglich ist und es zu keinem Rattern kommt.

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Der Nachteil der Trennscheibe ist, dass man nach einigen cm Schnitt das heisse Blech kurz auskühlen lassen muss. Schließlich wird der "Sägeschnitt" nicht geschnitten sondern herausgeschliffen.

Auf diese - etwas abteuerliche - Weise erhielt ich die Blechstreifen in perfekter Qualität für die Fensterrahmen.

 

 

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Die Blechstreifen wurden zuerst auf einem Ende rechtwinkelig hartverlötet, dann die Rundung gebogen und dann das andere Ende hartverlötet.
Das sieht man am Foto.

 

 

 

Zur Fixierung des Metall-Scheibenrahmens am Holzrahmen habe ich an den Ecken kurze 1mm Messingdrähte angelötet, die in passende Löcher am Holzrahmen gesteckt werden.
Diese Messingdrähte dienen auch zum Aufhängen beim Verchromen.
Und so sieht das Endergebnis aus:

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster
Hedonist - Cockpit - Niedergangsfenster

 

 


 

Hedonist Hardtop:    29. Die Bugverkleidung

 

Die Bugverkleidung ähnelt mit ihren vielen Teilen einer Ritterrüstung. Sie wird daher ab jetzt Bugschild genannt.

Hedonist - Hardtop
Hedonist - Hardtop
(Alle Rechte liegen bei Art Of Kinetiks)

Hedonist - Hardtop
Hedonist - Hardtop

Hedonist - Hardtop
Hedonist - Hardtop

 

 

Den Bug des rohen Rumpfes habe ich mit Klebestreifen vollgeklebt und darauf die genauen Maße der einzelnen Bugschilder aufgezeichnet.
An diesen Linien wurden die Schablonen für die Bugschilder vorsichtig ausgeschnitten. Dazu verwendete ich eine sehr scharfes Cutter-Messer.
An einigen Stellen ist der Schnitt durchgegangen und es wurde der Rumpf ganz leicht angeritzt. Macht nichts, denn es wird noch drübergeschliffen undes folgen noch viele Harzschichten.
Diese Schablonen klebte ich auf das Messingblech und griff dann zur Laubsäge.

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

 

 

Die ausgeschnittenen Bleche wurden am Rumpf angepasst und mit Klebstreifen fixiert.
Und wieder habe ich direkt am Rumpf gelötet. Wie gehabt mit einem großen Lötkolben, der immer nur kurzzeitg an die Lötstelle gehalten wurde.
An einigen Stellen dauerte es aber ein bisschen länger, damit das Silberweichlot ordentlich verrinnen konnte. Trotzdem traten keine Schäden am darunterliegenden Holz auf.
Das verlötete Blech schaut fürchterlich aus, da die Lötraupe außen liegt.
Aber nachdem grobem Verschliff, ergibt sich ein akzeptables Bild.

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

 

 

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

 

 

Jetzt kamen die weiteren Blechteile der "Ritterrüstung" dran. Sie wurden mit Klebstreifen am Rumpf fixiert und angepasst.

 

 

Die Bleche wurden mit Bohrungen für die Blech-/Holzschrauben (vernickelt, 1mm x 8mm) zur Befestigung am Rumpf versehen.

Danach habe ich die weiteren Teile an das Bugschild angelötet/angearbeitet:
- die beiden gebogengen Trossenführungen
- die Verkleidungsbleche der Ankertasche
- und die beiden Poller.

Hier die Zusatzteile und eine provisorische Befestigung am Rumpf.
Alle Teile sind nur grob verschliffen. Die Endpolitur kommt erst vor dem Verchromen.

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

Hedonist - Bugschild
Hedonist - Bugschild

 

 


 

Hedonist Hardtop:    30. Beschlagteile

Nach dem Bugschild habe ich mit weiteren (Messing-)Beschlagteilen weitergemacht.
Hier arbeite ich vorwiegend mit Messing und Silberlot. Damit erhält man sehr gute Ergebnisse beim Verchromen.

 

 Tankdeckel:

Hedonist - Tankdeckel
Hedonist - Tankdeckel

Hedonist - Tankdeckel
Hedonist - Tankdeckel

Hinter dem Bugblech kommen zwei Tankdeckel in das Deck.
Zuerst habe ich die Deckel gedreht.

Aus dünnen Kupferdrähten modellierte ich die Scharnierimitiation und steckte sie in die zwei 0.6mm-Löcher, die ich vorher in die Tankdeckel bohrte.

 

Jetzt müssen sie noch verlötet und mit (Silber-)Lötzinn "gefüllt" werden, damit es einem Scharnier ähnlich sieht.
Übrigens: Die dünnen Drähte sind lackisolierte Wickeldrähte aus alten Trafos bzw. Spulen.

 

 Klampen und Poller:

An beiden Seiten des Decks hat die Hedonist mehrere Klampen/Poller mit jeweils einer Seilführung schräg vom Deck in die seitliche Bordwand. 

 

Hedonist - Klampen und Poller
Hedonist - Klampen und Poller

Zuerst habe ich mit den zwei extra großen Klampen begonnen.


Ich habe lange überlegt wie ich diesses Teile fertigen soll. Ich kam auf bis zu 5 Blechteile die miteinander zu verlöten sind.
Meine letzte Variante benötigt nur zwei gebogene und ineineinander geschobene Messingbleche.
Diese klemmen bereist von selbst und können einfach verlötet werden.

 

 

Hedonist - Klampen
Hedonist - Klampen

 

Aus Papier fertigte ich mir ein Urmodell der Seilführung. So erhielt ich die genauen Maße und Biegekanten für das Messingblech.


Nach dem Grobverputz kamen decksseitig zwei Bohrungen für den Poller, der aus einfachen Messingteilen verlötet und gefeilt wurde.
Hier seht ihr den Werdegang der beiden Poller mit Seilführungen.

 

Hedonist - Klampen
Hedonist - Klampen

Hedonist - Klampen
Hedonist - Klampen

Hier seht ihr noch wie der Rumpf aufgeschnitten werden musste und wie die Klampe dann am Rumpf aussieht.

 

 

Hedonist - Poller
Hedonist - Poller

Hedonist - Poller
Hedonist - Poller

Nun wurden sechs kleine Poller mit Seilführung gebaut.

Bei der Seilführung kommt wieder das gleiche System, wie bei den großen Klampen zum Einsatz.
Abgekantetes MS-Blech mit Ausschnitt und einem eingeschobenem Füllblech.

 

 

Luftein-/auslässe:

Als nächste Bau-Aufgabe kamen die sechs Lufteinlässe in der Rumpfseitenwand beim Heck an die Reihe.

Hedonist - Heckansicht
Hedonist - Heckansicht mit Luftein-/auslässen
( (c) Art of Kinetics)

 

Ich bin mir nicht klar darüber, ob es sich hierbei nur um die Luftansaugungen für die Motoren handelt, oder ob auch die Abgasrohre dort nach außen geführt werden.
Am Foto des Originals sieht man die drei Luftein-/auslässe an der Backbordseite.

 

 

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Ausgehend von meiner Konstruktionsskizze (siehe Foto) habe ich zunächst ein Papiermodell des oberen Lufteinlasses angefertigt.

Das Papiermodell wurde aufgeschnitten und daraus die Blechteil-Schablonen erstellt.
Mit Hilfe der Schablonen entstanden die Blechteile, die gebogen und mit Silberlot zusammengelötet wurden.
Zwei Seite der geköpften Pyramide hängen am Blechrahmen und werden scharfkantig in die richtige Position gebogen.
Das hat den Vorteil, dass das Anlöten der restlichen beiden Seiten etwas einfacher von der Hand ging.
In der Mite seht ihr den ersten grob verputzten Lufteinlass.

 

 

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

 

Nach dem gleichen Prinzip entstanden auch die unteren Lufteinlässe.
Wobei hier wegen der Größenverhältnisse nur eine Seite direkt am Blechrahmen hängt und kantig gebogen werden kann.

 

 

 

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Mir tat es im Herzen weh, als ich zum Bohrfräser griff und begann die Ausnehmungen im Rumpf herauszufräsen.
Sicherheitshalber fräste ich ein zu kleines Loch und tastete mit durch Feilen an die notwendige Größe heran. Wenn man die Fräser freihändig führt, ist eine gewisse Ungenauigkeit vorprogrammiert.

Nachdem die Löcher im Rumpf passend ausgearbeitet worden sind, konnten die halbfertigen Lufteinlässe probesitzen.

 

 

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

Der nächste Schritt war der Einbau der Luftleitbleche in die Lufteinlässe.
Dazu fräste und feilte ich die Aufnahmeschlitze für die Luftleitbleche in die gelöteten Lufteinlässe.
Doch bevor ich die Luftleitbleche einlötete, mussten ich alle Teile polieren. Mit den Leitblechen ist es unmöglich die inneren Teile der Lufteinlässe zu polieren. So kleine Polierstifte habe ich nicht.
Umso vorsichtiger erfolgte dann das Einlöten der Leitbleche, damit kein Lot hervorquillt bzw. die Oberfläche beschädigt wird.
Am Foto seht ihr - vor dem Polieren - wie die Leitbleche probehalber eingepasst worden sind. Ganz links bekommt man einen Eindruck, wie es fertig aussehen wird. An der Rückseite wird ein schwarz lackiertes Abschlussteil (wahrscheinlich aus Polystyrol) aufgeklebt. Hier habe ich ein schwarzes Isolierband angeklebt.

 

Hedonist - Lufteinlässe
Hedonist - Lufteinlässe

 Jetzt seht ihr noch die fertigen Lufteinlässe im Modell eingesteckt. (Verchromen fehlt noch)


Diese sechs Teile habe ich unterschätzt.
Sie verursachten doch einiges an Aufwand.
Außerdem gab es verbrannten Finger und einige Wutausbrüche über meiner Unfähigkeit bzw. Ungeschicklichkeit.
Aber zu guter Letzt habe ich es geschafft.

 

 

 Chrom-Seitenblenden:

Die Chrom-Seitenblende ist eigentlich ein einfaches 2mm Messingblech, welches an den Rändern in unterschiedlichen Winkel angeschrägt wird.
Das sollte schnell erledigt sein.
Allerdings tüftelte ich ziemlich lange, bis ich eine Methode gefunden habe, wie ich die Schrägen mit meinem Werkzeugen exakt im Winkel und geradelinig anbringen konnte. Das Teil mit der Hand in Form feilen ist ausgeschieden. Auch kleine Ungenauigkeiten wirken sich bei der langen Schräge sofort in einem scheußlichen Gesamteindruck aus.

Hedonist - Seitenblende
Hedonist - Seitenblende

Hedonist - Seitenblende
Hedonist - Seitenblende

Ich begann ich mit den 45Grad-Schrägen. Mit der Tischkreissäge und einer 45Grad-Unterlage konnte ich das gröbste Material abtragen. Siehe Foto.
Diese Methode ist aber nicht ungefährlich. Man kann leicht abrutschen und einige Cuts in das Werkstück schlagen oder man kann sich sogar verletzen.
Aber mit "Engelsgeduld" und extremer Vorsicht schaffte ich es.
Die genaue Schräge habe ich dann mit Metalschleifblättern am Bohrständer geschliffen.

 

 

Hedonist - Seitenblende
Hedonist - Seitenblende

Hedonist - Seitenblende
Hedonist - Seitenblende

Bei den langen 20Grad-Schrägen ging diese Methode jedoch nicht mehr. Hier habe ich die Schräge zur Gänze herausgeschliffen.
Das erforderte viel Geduld und Zeit. Noch dazu musste ich immer wieder Pausen einlegen, damit das Werkstück abkühlen konnte.
Übrigens: Das Blech habe ich mit Superkleber auf ein Holzstück geklebt, welche ich dann am Kreuztisch fixierte. So konnte ich die Schräge exakt mit dem Kreuztischvorschub herausschleifen.

Am zweiten Foto seht ihr, wie die Blende (noch ohne Verchromung) am Modell aussieht.

 

 Handläufe:

Hedonist - Handläufe
Hedonist - Handläufe

Die Reling bzw. die Handläufe der Hedonist bestehen aus einem rechteckigen Metallband, welches mit quadratischen Stützen am Deck/am Hardtop befestigt werden. Am Metallband sind die halbrunden Köpfe der Befestungsnieten/-schrauben zu sehen.
Hier seht ihr ein fertiges Relingstück und die Einzelteile aus denen sie entstanden ist.

Die 1,5x1,5mm Stützen wurde der Länge nach durchbohrt. So konnte ein Messingnagel durch das Relingband und die Stützen geführt werden.
Damit beim Verlöten der Stützen und Nägel kein überschüssiges Lot den Eindruck schmälert, bin ich folgendermaßen vorgegangen:
Zuerst wurde der Nagel durch das Metallband gesteckt und an der Unterseite verlötet. Dieses Lot genügt, dass dann die übergeschobene Stütze ohne Zugabe von weiterem Lot mit Nagel und Metallband verlötet werden kann.

 

Hedonist - Handläufe
Hedonist - Seitenblende

Hedonist - Handläufe
Hedonist - Seitenblende

Hier noch Bilder der fertigen Handläufe (ohne Politur und Verchromung)

 

 

 

 


Da der Bericht immer länger und umfangreicher geworden ist, musste er in mehrere Teile aufgeteilt werden.

Zum Teil 1 (Kapitel 1 - 10) 
Zum Teil 2 (Kapitel 11 - 20)
Zum Teil 3 (Kapitel 21 - 30)
Zum Teil 4 (Kapitel 31 - 40)

Zu den Fotos

 

H. Pink

Kommentare  

#1 Guest 2020-01-02 00:30
Hallo, und ein frohes neues Jahr.

Ich bin gerade zufällig auf Ihre Seite gestoßen. Ich mache seit Jahren Modellbau. LKW,s im Maßstab 1 : 14. Zur Zeit mache ich meine Zweite Yacht. Aber ich muss sagen, dass was Sie Bauen, ist der absolute Hammer. Ich verneige mich.

Ich würde gerne die Yacht fertig sehen.
Bin gespannt.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Gruß
Peter Klein